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Du möchtest einen Online Shop und Unternehmen starten? Hier erfährst du, was dich erwartet!

Gabe
Shopify Staff
Shopify Staff

Glückwunsch! Du hast es endlich geschafft und hast dich also entschieden deinen eigenen Online-Business zu starten...etwas was du schon lange vor hattest, nur hast du dich bis jetzt nicht getraut. Gedanken wie “Ich bin kein Unternehmer” oder “Ich habe keine Ahnung wie man sowas macht…” gingen durch deinen Kopf. Die Wahrheit ist: das ist total normal. 

 

Die meisten sehr erfolgreichen Unternehmen die du in deinem Nachbarschaft kennst, fingen genauso an, sprich, mit sehr viel Zweifel. Sie hatten aber alle eine Sache gemein (was man als Unternehmer unbedingt braucht): Durchhaltevermögen. Elon Musk sagte sogar, dass die Zukunft der Weltwirtschaft und der Entwicklungsländer in den kleinen “Startups” liegen wird, in der “Demokratisierung” des Kommerz im 21. Jahrhundert (mehr dazu weiter unten). Also nichts wie los, auf was warten wir?

 

Das Unternehmertum

Für das Unternehmertum braucht man keine "besondere Gabe" wie die, die Moses hatte, als er das Rote Meer teilte, oder Steve Jobs, als er den alten Apple Mac in einen iMac und einen iPod teilte. Es ist viel einfacher als man denkt denn es geschieht vor allem im Umgang mit deinen Freunden, deinen Kollegen, Teammitgliedern, Stakeholdern, KMU Experten, und einigen “Marken-Inkubatoren” (dazu unten mehr).

 

Glaubst du, du hast das? Dann lese weiter! Dieser Leitartikel soll also kein "How-to" sein, sondern vielmehr eine Ermutigung, ein Anstoß, ein Ansporn, um deine unternehmerischen Gedanken zum Fließen zu bringen. Und der Grund, warum du dieses wichtige Zutat Durchhaltevermögen brauchst (und noch ein paar dazu), werden wir in diesem Leitartikel näher erläutern. 

 

Ziel dieses Leitartikels ist es also, eine Einführung in das Unternehmertum zu geben (einschließlich einer Auswahl an "akademischen Modelle") und die folgenden Themenbereiche zu diskutieren:

  • Was man sich zuerst an wesentliche Fragen stellen muss.
  • Was das Unternehmertum ist und wie man am besten einsteigt mit etwas Startkapital.
  • Was die unternehmerische Denkweise ist.
  • Kaplan’s 5 Eigenschaften die man als Unternehmer braucht.
  • Kaplan’s 5 Eigenschaften die man NICHT braucht.
  • Deine “Value Proposition” - die Wertangebote, die dir helfen können.
  • Fallstudie 1: das DTC- Modell und das “Mack Weldon” Startup.
  • Fallstudie 2: Bob’s Dropshipping Shopbeispiel.
  • Deine SWOT Analyze - Deine Stärken und Schwächen und die Chancen und Risiken.
  • “Die 3 Ds” (Diagnose, Develop, Deploy) und wie sie dir helfen können.
  • “Porter’s 5 Forces”, “PEST” und die Branchenstrukturanalyse.
  • Nächster Schritt: einen Businessplan schreiben.
  • Von PowerPoint zum Markt - wie dir ein Brand Incubator helfen kann.
  • Etwas CSR kann helfen - Corporate Social Responsibility.
  • Die Demokratisierung des E-Commerce im 21. Jahrhundert.
  • Weiterbildung und weiteres Lesen sowie Ressourcen für neue Unternehmer:Innen.

Ganz gleich, ob du es als Vollzeitgeschäft oder als Nebenjob zur Aufbesserung deines Einkommens angehen möchtest, dieses Projekt wird sicherlich etwas Zeit und Mühe brauchen, um es richtig zu machen. 

 

Aber keine Sorge, wir hier im Shopify Community Team werden dich bei jedem Schritt begleiten und mit den richtigen Schritten werden wir das sicherlich schaffen!

 

Bei der Gründung eines Unternehmens geht es darum ein gesetzeskonformes Unternehmen zu gründen, Bedingungen und Gesetze zu befolgen und sich realistische Ziele zu setzen. Ein gesundes Maß an Erwartungen zu haben, wenn du zum ersten Mal ein Unternehmen gründest, ist eines der wichtigsten Dinge. 

 

Es gibt, v. a. Zu Zeiten von Covid 19, viele Beispiele von lokalen Kleinunternehmen und Einzelhändlern, die beschlossen haben, online zu gehen. Beispiele: lokale Automechaniker, Schreiner, Metallarbeiter, Maurer, Friseure usw. Warum sollten sie also einen Online-Shop eröffnen, anstatt auf Amazon, eBay oder einer anderen Plattform zu verkaufen? 

 

Mit einem Online-Shop hast du in der Regel mehr kreative Freiheit, den Shop nach deinen Vorstellungen zu gestalten, und du erhältst auch mehr verwertbare Daten, mit denen du deine großartige Marketingstrategie für dein Unternehmen informieren und entwickeln kannst. Diese Freiheiten hast du nicht, wenn du auf einem Marktplatz wie Amazon verkaufst. 

 

Hier stellt man sich zuerst ein paar grundlegende Fragen, wie z.B.:

  • Was genau möchtest du erreichen, wenn du online gehst?
  • Willst du online gehen und mehr Menschen auf deinen Shop und Produkte aufmerksam machen?
  • Willst du dein Geschäft ausbauen und deinen Umsatz steigern?
  • Möchtest du deinen Kundenstamm vergrößern?
  • Willst du besser gefunden werden und deine Sichtbarkeit erhöhen?
  • Möchtest du alle oder nur einige deiner Produkte oder Dienstleistungen online anbieten?

Die erste grundlegende Frage, die sich angehende Kaufleute stellen müssen, lautet -> "Warum will ich online gehen? Was ist das ultimative Ziel, das ich erreichen will?" 

 

Dann kann man sich auch folgende ergänzenden Fragen stellen:

  • Willst du einen Businessplan für den Onlinegang erstellen?
  • Ist dir bewusst, dass das Ganze Zeit und Arbeit erfordern wird?
  • Bist du dir bewusst, dass dies mit Kosten verbunden sein wird?
  • Hast du etwas Geld oder Startkapital für deinen Online-Shop beiseite gelegt?

Was ist das Unternehmertum und wie steigt man hier am besten ein?

  • Vorab mal eine Begriffserklärung: Unternehmertum ist die “Identifizierung einer Idee/Lösung für ein Problem und ihre Entwicklung zu einer Chance, die Werte schafft. Ein Unternehmer ist jemand, der eine Gelegenheit wahrnimmt und eine Organisation gründet, um diese Gelegenheit zu nutzen und Werte zu schaffen” Bolton and Thompson (2000).

In The E-Myth Revisited beispielsweise untersucht Gerber warum 80% der kleinen Unternehmen scheitern und gibt Einblicke wie man sicherstellen kann, dass dein Unternehmen erfolgreich sein wird. Gerbers These ist, dass die Menschen fälschlicherweise glauben, dass technisches Wissen zu geschäftlichem Erfolg führt

 

Sowohl in Marketing- als auch in Businessplänen gibt es eine Menge Elemente, die darüber entscheiden werden, ob eine Idee ein erfolgreiches Unternehmen wird oder nicht. 

 

Beispielsweise Resilienz - die Fähigkeit, sich von weniger guten Situationen zu erholen - ist oft der Unterschied zwischen Menschen, die eine unternehmerische Einstellung haben, und denen, die sie nicht haben. 

 

"Unternehmer sehen das Verlieren nicht nur als Teil des Prozesses, sondern als essenziell an" - Yuvi Alpert (Gründer und Creative Director bei Noémie)

 

Die COVID-19-Pandemie ist nur ein Beispiel eines unerwarteten Ereignisses. Es ist was die Versicherungsindustrie einen “Act of God” oder höhere Gewalt nennen, sprich, das nicht vorhergesagt werden konnte. Widerstandsfähige Unternehmer/innen, die ihre Pläne trotz der Ladenschließungen änderten (das sog. “pivoting”), hatten eine viel bessere Chance den Sturm zu überstehen und diese Unternehmer haben den Gang zu “Online” geschafft. 

 

Was ist unternehmerisches Denken?

Es ist die Einstellung, die jemand hat, um ein Unternehmen aufzubauen und hier sind vier wichtige Zutaten die man haben sollte: 

  • Man sollte ein “open mind”, sprich einen “offenen Geist” haben.
  • Man sollte Dinge immer zuerst in Frage stellen.
  • Man sollte mit Misserfolgen gut umgehen können.
  • Und man sollte belastbar sein. 

Zitat von Magda Khalifa:

  • "Jeder kann die Kunst und die Fertigkeiten des Verkaufs, des Marketings und der Werbung erlernen - alles Dinge, die für ein Unternehmen entscheidend sind. Nicht jeder kann als Unternehmer erfolgreich sein. Menschen haben entweder den angeborenen Wunsch, erfolgreich zu sein, und die Bereitschaft, Opfer zu bringen, unbequem zu sein und täglich schwierige Entscheidungen zu treffen, oder nicht. Die Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein, hängt vom Charakter und der Veranlagung einer Person ab, im Gegensatz zu jemandem, der zwar über Fähigkeiten verfügt, dem aber das innere Feuer im Bauch fehlt." - Magda Khalifa, Gründerin von Triangle Fragrance.

 

Wenn man aus gewissen Denkmustern ausbrechen kann und offen für neue Denkweisen ist, dann wird der Unternehmensaufbau leichter werden. Jerry Kaplan, weltbekannter Dozent an der Stanford University sagt, dass es 5 Eigenschaften gibt, die man braucht um als Unternehmer erfolgreich zu sein und 5, die man vermeiden sollte. Die Eigenschaften die man braucht:

  1. Die Überzeugung, dass man etwas bewirken kann (“make a difference”).
  2. Die Leidenschaft etwas zu bewegen.
  3. Unbegründeter Optimismus.
  4. Toleranz für Ungewissheit.
  5. Echte Sorge um andere Menschen und deren Bedürfnisse.

Eigenschaften die man nicht braucht:

  1. Man hat unklare Ziele und einen unklaren Auftrag.
  2. Man versucht zu beweisen, dass man allwissend ist und keine Fehler macht.
  3. Gier - man macht es nur für das Geld.
  4. Man stellt Leute ein, die man mag, statt Leute, die man braucht und die gut sind.
  5. Man weiß wann man manchmal loslassen und den Stecker ziehen muss.

Dein Businessmodell und Wertangebot (die sog. “value proposition”)

In Kurzform: Du hast eine Vision, denkst dir eine Idee aus und treibst dann ihre Entwicklung voran. Du betreibst Marktforschung und wägst deine Idee gegen die Wünsche der Verbraucher ab, um jegliche "Dissonanzen" zu eliminieren. Dann schaust du dir an was es bereits gibt und fragst dich: "Warum soll man in meinem Shop einkaufen und nicht bei Amazon oder eBay oder andere Shops?" 

 

Formel - ermittle die Lücke zwischen den aktuellen Wünschen der Verbraucher und die Angebote des Marktes, d.h. wie deine Produkte oder Dienstleistung die Lücke füllen können. 

 

Eine Value Proposition ist das Angebot einer nahtlosen und wertschöpfenden Nutzererfahrung (UX). Hier wirst du den Kunden davon überzeugen wie das Produkt alle Bedürfnisse oder Wünsche erfüllen und einen Mehrwert schaffen kann. Du wirst deinen Kunden ein “Angebot anbieten, dass ihn oder ihr hilft ein wichtiges Problem zu einem bestimmten Preis effektiver, zuverlässiger, bequemer und/oder kostengünstiger zu lösen" (Evers, 2014). 

 

Laut Barringer (2008) hat eine Verkaufschance vier wesentliche Eigenschaften: Sie muss 1) attraktiv, 2) dauerhaft, 3) zeitnah und 4) in einem Produkt, einer Dienstleistung oder einem Geschäft verankert sein, das für den Käufer oder Endverbraucher einen Mehrwert schafft. 

 

Betrachten wir mal zwei Fallstudien um das Thema zu konkretisieren - Das DTC- Modell und der Fall des “Mack Weldon” Startup, und Bob’s Dropshipping Shop

Fallstudien helfen uns ein besseres Verständnis der "abstrakten" Theorie und Von-der-Idee-zum-Markterfolg zu bekommen. Sie helfen uns die Budgets besser zu planen, so dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass wir im Budget bleiben. Dies ist ein Vorteil des DTC-Modells.

 

Karen Berger bemerkte, dass ihr Mann Brian vom Einkaufserlebnis im Herren Kaufhaus frustriert war. Warum war ein Produkt, das ihm gefiel immer nur einen Monat lang erhältlich und wurde dann durch ein anderes Produkt ersetzt? Er beklagte sich oft darüberin stickigen Kaufhäusern durch endlose Produktreihen wühlen zu müssen, um sein altes "Statement-Piece" zu finden und würde es beim nächsten Mal wahrscheinlich nie wieder finden.

 

Was ist also ein Statement-Piece, fragst du? Nun, werfen wir einen Blick auf die Dexter Morgan Fernsehserie. Dexters Markenzeichen war sein "Kill outfit”, sprich sein Tötungs-Outfit - sein Hemd war der beständigste Teil dieses Outfits, ein braunes, leichtes Thermohemd mit einem Vier-Knopf-Kragen und dazu eine navy-green oder marinegrüne Kampfhose. Er trug sie immer, wenn er böse Menschen ausschaltete.

 

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Dann kennen wir alle den Volodymyr Zelenskyy der die Ukraine durch eine sehr schwierige Zeit steuert. Wir kennen alle sind Statement Piece, ein grünes Militär Tank-Top mit grünen Fleece Jacket und Combats Hosen:

 

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All Bilder von Wikimedia Commons

 

Als Brian Berger von Mack Weldon sein Statement-Piece nicht wieder fand, schien für ihn das ganze System kaputt zu sein und im krassen Gegensatz zu dem was eigentlich ein bequemes Einkaufserlebnis sein sollte. Karen und Brian erkannten also, dass es ein Problem gab, das gelöst werden musste und gründeten die Online-Marke "Mack Weldon" - einen Online-Shop, der Bekleidung für die vier Hauptbestandteile des "Lifestyles", wie er es nennt anbietet, ein "Wohlfühl-" und einzigartiges Einkaufserlebnis für: 

  1. Die Arbeit
  2. Das Fitnessstudio
  3. Das Relaxing zu Hause 
  4. Und Freizeitaktivitäten...

Der nächste Schritt war also der Aufbau einer Social-Media-Präsenz für das gesamte Mack Weldon Markenprofil auf deren Facebook, Twitter, und Instagram Seiten.

 

Einige erste Fragen müssen beantwortet werden um die Marke aufzubauen

Wie würden die Menschen auf die Marke reagieren? Sie begannen mit einigen informellen Umfragen unter Gleichaltrigen, Freunden, Familienmitgliedern usw. Bevor sie zu ersthafterer Marktforschung übergingen, verschickten sie Umfragen an 100 oder mehr Personen in den sozialen Medien und baten sie diese an 10 oder mehr Personen weiterzuleiten, z. B. gegen einen Anreiz wie einen "Rabattcode" oder eine Geschenkkarte.

 

Wie würden sie das Ziel erreichen, ihre "Zielgruppen" sowie das Konzept der "Markenidentität" und der anschließenden "Markentreue" der Kunden zu identifizieren? Was mögen die Kunden an anderen Produkten, denen sie derzeit treu sind und was nicht? Das waren alles Fragen, die sie mit einfachen Fragebögen ermitteln konnten.

 

Vom Kunden zum Lieferanten

Dann mussten sie die richtige Lieferkette finden. Welche Lieferanten verfügen über die notwendigen Materialien, um eine konstante Belieferung der Kunden zu gewährleisten?

So konnten sie besser in Innovation und Produktentwicklung investieren. Eine etablierte Lieferkette ermöglicht es dein Unternehmen zu skalieren, wenn es wächst.

 

Wenn du ein Produkt herstellst, ist es einfach Kunden zu gewinnen. Wie du sie an dich bindest und einen gesunden CLV (Customer Lifetime Value) erhältst, ist das eigentliche Problem und kostet Geld. Und wie hältst du die Kunden bei der Stange oder gibst ihnen Anreize einen gesunden AOV (Average Order Value - durchschnittlichen Bestellwert) zu halten? Welche Messlatte legst du an?

 

Der nächste Schritt bestand darin ein Geschäftsmodell zu entwickeln und eine gute SWOT-Analyse durchzuführen. Wie würden sie sich gegen etablierte Wettbewerber wie Calvin Klein behaupten? Was war ihr USP oder Alleinstellungsmerkmal und was würde die Kunden dazu bringen ihre Lieblingsmarken zu verlassen und zu ihnen zu wechseln? War es das Starbucks/MacDonalds-Modell - sprich, den gleichen Produktreihen stets treu zu bleiben?

 

Die Antwort: Wenn du dich auf ein besseres "Kundenerlebnis" konzentrierst und auf "die kleinen Dinge" achtest, hast du eine größere Chance auf Erfolg mit deinem Unternehmen. Um zu verdeutlichen was wir meinen, schauen wir uns zwei Fallstudien an.

 

Bob’s Dropshipping Shop Beispiel

Bob wollte unbedingt schnell Geld verdienen, um sein Leben aufzubessern und das mit so wenig Arbeit wie möglich, da er auch gleichzeitig einen Minijob hatte. Er beschloss Dropshipping Produkte aus China im Shop anzubieten, vor allem Heim- und Tier Produkte.

 

Bob wusste, dass sein Freund John ein Jahr zuvor auch so ein Shop gestartet hatte und ziemlich erfolgreich war. Klingt einfach, oder? Nicht ganz. John hatte nur etwas recherchiert und im Voraus viel Geld für Marketing und Facebook Ads eingeplant sowie sichergestellt, dass er viel Umsatz machen würde bevor er überhaupt sein Shop gestartet hatte. Er war überzeugt der Shop würde zu einem overnight success werden.

 

Bob hat also nicht viel recherchiert oder vorbereitet und eröffnete seinen Laden. Es kam etwas Traffic von seinen teuren Ads, aber der Traffic wandelte sich nur wenig in Conversions um. Der Shop sah nicht sehr ansprechend aus, es bot keinen “Lifestyle”, und wenig Emotionen kamen auf. Es fehlte einfach der Feel-Good Faktor und die Kunden empfanden die Produkten als sehr billig aussehend. Die potenziellen Kunden waren auf der Suche nach hochwertigen Produkten und einem erstklassigen Einkaufserlebnis. Bob baute sein Shop auf die gleiche Weise auf wie man einen Getränkeladen öffnen würde.

 

So ging sein Shop schnell von Top zum Flop und war ein Paradebeispiel dafür, dass im Zeitalter der digitalen Revolution eine grundlegende Planung und Recherche notwendig ist, um einen erfolgreichen Shop zu starten. 

 

Die SWOT Analyze - Deine Stärken und Schwächen sowie Chancen und Bedrohungen:

Stärken und Schwächen konzentrieren sich meist auf die Gegenwart, während sich Chancen und Bedrohungen meist auf die Zukunft konzentrieren, d.h. was passiert und was passieren könnte. Stärken und Schwächen liegen also mehr unter deiner Kontrolle. Beispiele hierfür sind die folgenden:

  • Deine Unternehmenskultur
  • Deine Reputation und Image
  • Deine Stammkundenliste
  • Geografische Begrenzung
  • Personalbegrenzungen
  • (Mangelnde) Partnerschaften
  • Geistiges Eigentum
  • Vermögenswerte

Umgekehrt liegen Chancen und Gefahren in der Regel außerhalb deiner Kontrolle. Du kannst versuchen sie einzuplanen oder eine positive Veränderung herbeizuführen. Beispiele hierfür sind:

  • Nationale Regulierung
  • Zulieferer und Engpässe
  • Die Konkurrenz
  • Die Wirtschaft
  • Die Marktspanne
  • Die Verbraucher Trends
  • Finanzierung und Funding
  • Wetter oder Naturkatastrophen

Die 3 Ds (Diagnose, Develop, Deploy) im Zusammenhang mit der SWOT Analyse:

Diagnose: Identifiziere die Stärken, die du ausnutzen kannst und die Schwächen, die du angehen musst. Dies ist auch der Zeitpunkt, um Chancen und Bedrohungen zu identifizieren und zu priorisieren. Führe grenzüberschreitende Aktivitäten durch (z. B. Marktbeurteilungen, externe Audits deiner Partner und Lieferanten, Konkurrenzanalysen, Lückenanalysen usw.), um Veränderungen auf dem Markt zu beobachten (z. B. neue Marktteilnehmer, erhöhte Nachfrage, neue Gesetze usw.)

 

Arbeite eng mit deinen potentiellen Kunden zusammen, um Probleme aufzudecken oder besser zu definieren für die Lösungen benötigt werden. Durch solche Aktivitäten kann man die Chancen erkennen, wie man die eigenen Stärken und Fähigkeiten wachsen und fördern kann, wie z. B. die eigene Brand Identity und wie das Shop aussieht.

 

Develop/Entwickeln: Planung und Entwicklung des Business Modells. Hier identifiziert man v. a. die besten Praktiken in Bezug auf alle Geschäftsaktivitäten, Ansätze und dein modernes Fachwissen. Prüfe die Budgets, da die Ressourcen alle steigen werden, wie z. B. Ausgaben für Werbung und Ads. Setze Ressourcen für die Ideen ein, die es wert sind gemeinsam mit allen Beteiligten und Sponsoren entwickelt zu werden. 

 

Deployment: Führe die Integrationen, Apps, und Technologien ein und sorge für ein kontinuierliches Lernen, Feedback und fortlaufende Schulungen für alle von der Veränderung betroffenen Mitarbeiter/innen, um die Begeisterung und Motivation aufrechtzuerhalten. Die Leistung der Technologie und Plugins muss kontinuierlich überwacht werden, um deinen Kunden zu helfen ihre Ziele zu erreichen und eine optimale Experience in deinem Shop erleben.

 

Porter’s 5 Forces und die Branchenstrukturanalyse

Dabei ist es wichtig, die fünf Komponenten der Branchenstruktur ("Five Forces") wie die folgenden zu analysieren und zu bewerten:

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Von Wikipedia

 

  • Das Risiko neuer und potenzieller Konkurrenten beinhaltet Faktoren, die es einem anderen Unternehmen erschweren oder erleichtern in den Markt einzutreten, wie z. B. Produktunterschiede, Markenidentität, Kosten für einen Wechsel, Kapitalbedarf usw. 
  • Die Lieferantenmacht ist die Verhandlungsmacht der Lieferanten über Angebot und Nachfrage. 
  • Die Bedrohung durch Ersatzprodukte ist das Risiko, dass eine Alternative auf den Markt kommt. 
  • Die Nachfragemacht ist die Verhandlungsmacht der Abnehmer und Konzentration der Abnehmer gegenüber der Konzentration der Anbieter. 
  • Die Branchenrivalität ist der Grad des Wettbewerbs zwischen etablierten Unternehmen innerhalb einer Branche.

Das 5-Forces Modell bietet einen Analyseraster (siehe unten), mit dem man die Struktur einer Branche und die Wettbewerbssituation systematisch untersuchen kann. Aus der Entwicklung der Wettbewerbssituation in einer Branche lässt sich ableiten, ob diese für das Unternehmen attraktiv ist, also eine langfristig profitable Entwicklung ermöglicht.

 

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Von http://www.manager-wiki.com/ 

 

Die 4 P - Produkt, Preis, Platz/Ort und Promotion/Werbung für deine Produkte oder Dienstleistungen

Die vier P's, auch bekannt als "Marketing-Mix", sind die vier wesentlichen Faktoren deiner Marketingaktivitäten für deine Produkte, die Preise (was der Verbraucher bezahlt), die Verkaufsregionen (oder der Ort, an dem ein Produkt vermarktet wird) und die Art und Weise, wie du für dein Unternehmen wirbst (deine Werbestrategien).

 

Indem du all diese Marketingstrategien sorgfältig in einen Marketing-Mix integrierst, erhöhst du deine Chancen auf ein sichtbares, nachgefragtes Produkt oder eine Dienstleistung, die preislich konkurrenzfähig ist und bei deinen potenziellen Kunden gut beworben wird.

  • Der Ort bezieht sich darauf wo und wie die Menschen deine Produkte kaufen, z. B. über einen POS-Standort oder ein physisches Einzelhandelsgeschäft, online über einen Online-Shop, über mobile und soziale Medien oder über Marktplätze wie Amazon, Facebook oder Google Shopping.
  • Der Preis bezieht sich darauf, wie viel dein Produkt oder deine Dienstleistung kostet und hängt von deinen Mitbewerbern, der Nachfrage, den Kosten für die Herstellung des Produkts und der Bereitschaft der Verbraucher/innen ab, Geld auszugeben. Du musst dir Gedanken über deine Preismodelle machen, wie z. B. du bietest deine Produkte als einmalige Einkäufe oder über ein Abonnementmodell oder beides an. Das Abonnementmodell bietet sich als besonders geeignet für Lebensmittel-Shops an, da der Kunde damit einen stetigen Strom von Vorräten garantiert ist.
  • Produkt bezieht sich auf das Produkt oder die Dienstleistung, die du deiner Zielgruppe verkaufst und das hängt von der Branche ab in der du tätig bist oder von der Art des Unternehmens, das du gründest. Wirst du mehr "Lifestyle"-Produkte oder eher "essentielle" Produkte anbieten? Willst du "trendy" und risikoreiche Produkte anbieten, die sich jeden Monat ändern und in hohen Stückzahlen verkauft werden oder "altbewährte", die beständiger sind und sich immer verkaufen, aber in geringeren Stückzahlen?
  • Werbung bezieht sich auf deine durchdachten Werbestrategien, wie das Erreichen einer bestimmten Zielgruppe und Altersgruppe. Du kannst eine Facebook- oder Instagram-Kampagne oder eine E-Mail-Kampagne nutzen, um dein Publikum am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zu erreichen.

 

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Von Wikimedia Commons

 

Das PEST-Makromarktforschungsmodell - eine "politische, wirtschaftliche, soziokulturelle und technologische" SWOT-Analyse, und wie du sie einsetzen kannst

Dieses Modell ist ein Rahmenwerk, mit dem du die Makro-Umweltfaktoren deines Online-Geschäfts bewerten kannst was dir bei deiner Marktforschung sehr helfen kann. Es gibt dir einen Überblick über die verschiedenen Makro-Umweltfaktoren, die du berücksichtigen musst, um besser zu verstehen, wie dein spezieller Markt wächst oder schrumpft und welches Potenzial dein Unternehmen haben wird.

 

  • Die politische Faktoren beziehen sich darauf, wie die Regierung in die Wirtschaft eingreift. Dazu gehören Steuerpolitik, Arbeitsrecht, Umweltrecht, Handelsbeschränkungen, Zölle und politische Stabilität. 
  • Zu den economic/wirtschaftlichen Faktoren gehören Wirtschaftswachstum, Wechselkurse, Inflationsrate und Zinssätze. 
  • Zu den sozialen Faktoren gehören kulturelle Aspekte und das Gesundheitsbewusstsein, die Wachstumsrate der Bevölkerung, die Altersverteilung, die Einstellung zum Beruf und die Betonung der Sicherheit. Starke Trends bei den sozialen Faktoren wirken sich auf die Nachfrage nach den Produkten eines Unternehmens aus und darauf, wie das Unternehmen arbeitet und planen muss. Die alternde Bevölkerung kann zum Beispiel bedeuten, dass es weniger willige Arbeitskräfte geben wird, was auch einen starken einfluss haben kann.
  • Technologische Faktoren umfassen Aspekte wie F&E-Aktivitäten (Forschung & Entwicklung), Automatisierung, technologische Anreize und die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts und diese können die Eintrittsbarrieren bestimmen.

 

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Von Wikimedia Commons

 

Finanzielle Unterstützung für dein Unternehmen und deine Markengründung - Erstellen eines Elevator Sales Pitch

Ein “Elevator Pitch” ist eine kurz & bündige Vorstellung deiner Produkte, Dienstleistungen, deine Technologie, oder dein Projekt und die damit verbundenen Vorteile, die du an einem Geldgeber oder "Marken-Inkubator" verkaufen musst.

 

Hier sind die wichtigsten Elemente eines guten Verkaufsgesprächs unter Berücksichtigung der Ergebnisse der obigen Analyse.

 

  • Definiere das Problem und seinen Anwendungsfall (verwende Infografiken und Visualisierungen), das gelöst werden muss. In welchem Kontext steht dein Produkt in der Gesellschaft, wer braucht oder will es, wie sehen die Umsatzprognosen aus, usw.
  • Präsentiere die Lösung mit einem Überblick über dein Produkt und die Entwicklungsphase deiner Geschäftsidee (wieder mit Infografiken). 
  • Gib ein gutes Profil deines Unternehmens mit Geschichte, Mitarbeitern, Partnern, Forschung und Entwicklung, Erfolgen, Patenten, Presseberichten usw.
  • Bestimme deinen Zielmarkt/die Zielgruppe und deren Größe mit Quellen.
  • Bestimme deine geplanten Vertriebskanäle (DTC, soziale Medien usw.) und deine Strategie (Vertriebsteams, Leads, Interessenten, potenzielle Großkunden, Einflussnehmer usw.)
  • Deine wichtigsten Ergebnisse der SWOT-Analyse (siehe oben).
  • Und deine 5-Jahres-Finanzprognosen sowie den Finanzierungsbedarf.

 

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Von Wikimedia Commons

 

Nächster Schritt: Auf der Grundlage der oben genannten Aktivitäten schreibst du dann deinen Businessplan

Zu den wichtigsten Gründen für die Erstellung eines Geschäftsplans gehören: 

  • Investoren und Markenkonzerne anziehen.
  • Potenzielle Geschäftspartner, Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten gewinnen.
  • Die Machbarkeit des Geschäftskonzepts bewerten.
  • Realistische Ziele und Startkapital zu setzen.
  • Und das Ganze klarer kommunizieren.

Es gibt viele Gründe warum Businesspläne keine Investoren oder Schlüsselkräfte anziehen. Dazu gehören: 

  • Du verkaufst deine Produkte und deren USPs nicht richtig an die Investoren.
  • Du unterschätzt die Konkurrenz.
  • Du überschätzt deinen Marktanteil und auch die Marktgröße.
  • Du legst zu viel Wert auf Technologie und zu wenig auf das Business oder umgekehrt.
  • Du nimmst zu sehr an, dass die Vorteile für den Kunden offensichtlich sind.
  • Du überschätzt die Erfahrung und Fähigkeiten deines Teams.
  • Du unterschätzt die die Kosten.
  • Du setzt auf unrealistische und unterschätzte Zeitvorgaben.

Von PowerPoint zum Markt - das ganze mit einem Brand Incubator machen

 

Brand Incubators begleiten einen Unternehmer auf ihren/seinem Weg und helfen, die Eintrittsbarriere in den Markt zu senken. Genauergenommen helfen sie in den folgenden Bereichen:

  • Technologie- und Lieferketten-Know-how.
  • Markt- und Marketingexpertise.
  • Finanzielle Unterstützung und Finanzierung.
  • CSR - Corporate Social Responsibility als "Wertschöpfung".
  • Informelle Chats mit Experten an der Kaffeemaschine.
  • Intersektionaler und grenzüberschreitender Informations- und Erfahrungsaustausch.

 

Was also ist CSR und wie kann es helfen?

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Von Wikipedia

 

Die Soziale Verantwortung von Unternehmen (CSR) ist eine "Form der internationalen Selbstregulierung der Privatwirtschaft, die darauf abzielt zu gesellschaftlichen Zielen ökologischer, philanthropischer, aktivistischer oder karitativer Art beizutragen indem sich dein Unternehmen an freiwilligen oder ethisch orientierten Praktiken beteiligt oder diese unterstützt".

 

Wir wissen beispielsweise, dass wenn man umweltbewusst verkauft, man die Absprungraten stark reduzieren kann. Wir sehen auch, dass viele Besucher einen "Feel-Good Faktor" suchen beim Online-Einkauf. Zeigt man auf dem Shop, dass man sich für die Umwelt engagiert, z. B. mit einer Umweltplakette, wie die von OneTreePlanted oder Aspire Sustainability dann könnte man die Bounce-Rates reduzieren. Siehe dazu auch unser Pachama Projekt und eine Reihe unserer "Carbon Offset" Apps die man zum Shop hinzufügen kann:

 

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Die Demokratisierung des E-Commerce im 21. Jahrhundert

Das Internet hat es für jeden möglich gemacht ein Unternehmen zu gründen und ein weltweites Publikum zu erreichen. Es hat auch die Marktzutrittshürde, sprich, den Marktzugang für alle die ein Business starten wollen, stark gesenkt. Auch wenn einige der größeren finanziellen Hürden drastisch gesenkt wurden, entbindet dies kein neues Unternehmen von einer gründlichen Planung, Budgetierung, Vorbereitung und Recherche wie bereits oben beschrieben.

 

Wie schnell kann man reich werden?

Wie du weißt, gibt es so etwas wie ein seriöses Schnell-Reich-Werden-Programm nicht. Wenn du Leute im Internet siehst die dir das Blaue vom Himmel versprechen, ganz schnell reich zu werden, dann lieber Hände weg davon und konzentriere dich auf dein eigenes Wachstum und deine langfristigen Geschäftsziele.

 

Es kann einige Zeit dauern bis du deine erste Bestellung bekommst. Im Geschäftsleben gibt es keine Garantien, aber wenn man gründlich recherchiert und geplant hat, werden schon am Tag der Eröffnung die Chancen einen Verkauf zu verbuchen wesentlich höher sein. Dein Fingerabdruck ist einzigartig und vertreten durch dein Branding und deine Produkte und das musst du gross auf die Glocke hängen im Shop.

 

FUN FACT: Wusstest du dass Kunden im Durchschnitt 7 Berührungspunkte/Touchpoints brauchen, bevor sie Vertrauen aufbauen und sich für einen Kauf bei einem Unternehmen entscheiden?

 

Das bedeutet, dass es nicht ausreicht deine Website zu öffnen, in den sozialen Medien zu posten und erwarten dein Ziel zu erreichen. Je mehr deine potenziellen Kunden dein Unternehmen online sehen (Anzeigen, soziale Medien, E-Mails usw.), desto mehr werden sie deine Marke kennen, mögen und vertrauen.

 

Während dem Aufbau deines Shops kannst du das Shop-Passwort mit einer grossen Ansage auf deiner Passwortseite geschützt lassen. Du hast in der Tat eine 14-Tage Testperiode und dann geht der Shop in einen Live-Plan über. Sobald du einen Plan startest kannst du den Shop weiterhin passwortgeschützt aufbauen. Deine Passwort Seite kann z. B. einen Begrüßungstext wie den folgenden haben:

 

"Wir öffnen bald unser nagelneues Shop am xx.yy.zz. Seid mit dabei am Eröffnungstag, wo es auch tolle Schnäppchen zu ergattern geben wird! Hier ist sogar ein Rabattcode den man am Eröffnungstag einlösen kann: Eröffnungsfeier"

 

Mit so einem Begrüßungstext wird man einen tollen Start einlegen. 

Nimm dir also etwas Zeit, um deine Geschäftsidee zu recherchieren, sowie den Markt und deine Konkurrenz. Stelle sicher, dass du deine Zielgruppe klar definierst und wie du sie erreichen möchtest. Zu wissen und zu verstehen, wer deine Produkte kauft oder kaufen wird ist wichtig, um deinen Return on Investment (ROI) zu maximieren. 

 

Erinnerst du dich an Bob? Bob hat nicht viel recherchiert und war nicht in der Lage einen Gewinn zu erzielen. Diese Recherchephase ist eines der wichtigsten Dinge, die du für dein Shop und die Langlebigkeit deines neuen Einkommens tun kannst.

 

Alle erfolgreichen Unternehmen haben einen gut durchdachten Geschäftsplan. Viele neue Unternehmer:Innen denken, dass sie keinen Geschäftsplan brauchen, wenn sie keine Fördermittel beantragen oder ihr Unternehmen noch kein Multimillionen-Dollar-Unternehmen ist. Ein Plan ist jedoch dein GPS für deine Roadmap. Er ist deine Zielliste und definiert alles was dein Unternehmen ausmacht. Der Plan hilft dir auch dabei:

  • Deine Marke, deine Sprache und deinen Ton zu definieren.
  • Zu verstehen, wie du dein Publikum ansprechen kannst.
  • Die Akquisitionskosten (COA) zu berechnen, um neue Besucher zu konvertieren.
  • Zu verstehen, dass die COA immer höher sein wird als die Konvertierung deiner bestehenden Follower/Kunden.
  • Deine Strategie klarzustellen.
  • Potenzielle Stolpersteine früh zu erkennen (Early Warning System).
  • Deine Konkurrenz zu erkennen und wie du dich von ihr abheben kannst.
  • Zu entscheiden welche Ressourcen du brauchst.
  • Die Stichhaltigkeit deiner Idee oder deiner Wachstumspläne zu beurteilen.

Ohne einen Plan wird es schwierig sein, den Erfolg deines Unternehmens zu messen und zu erkennen, ob du Anpassungen vornehmen musst. Wenn du zum ersten Mal einen Geschäftsplan erstellst, siehe unsere kostenlose Vorlage (auf EN) hier, die du verwenden kannst.

 

Unsere brandneuen 2.0 Themes

Bevor du mit der Vermarktung beginnst, solltest du deine Website verfeinern und sicherstellen, dass sie professionell und vertrauenswürdig ist. Um das zu machen kannst du mit dem Folgenden Pro-Tipp starten. Warum nicht mit unseren tollen 2.0 gratis Themes anfangen? Warum es beim "standard" Theme das mit dem Shop kommt lassen? Einfach alle 4 Themes zum testen in dein Shop laden.

 

Bringt dein Theme richtige Emotionen und "Sense of Lifestyle" auf oder sieht es etwas "0815" aus? Ich empfehle sehr unsere vier neuen 2.0 Themes zu testen, um zu schauen was die alles können, und ob sie mehr zu deinen Produkten und Branding passen. Siehe unten abgebildet, wo du sie findest und zu deiner Theme Library hinzufügen kannst:

 

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Füge diese Themes dazu und dann versuche, Feedback zu deinem Shop einzuholen. Frage innerhalb deinen eigenen Kreisen. Sogar die Kinder der Familie haben oft gute Tipps oder ein gutes “Gespür”. Unsere Shopify-Community-Foren sind ein guter Ort dafür. Hier kannst du Feedback von Shopify-Mitarbeitern, Shopify-Partnern und anderen Unternehmern erhalten, die dir aufgrund ihrer Erfahrung Ratschläge geben können.

Jedes der neuen Themes hat eine eigene Reihe von Vorkonfigurationen, die für eines unserer wichtigsten Segmente optimiert sind.

  • Sense: Ein energiegeladenes Theme mit umfangreichen Produktdetail-Layouts (Gesundheit & Schönheit)
  • Craft: Ein raffiniertes Theme, das Handwerkskunst zelebriert. (Haus & Garten)
  • Crave: Ein auffälliges Theme, das für das Einkaufen unterwegs optimiert ist. (Lebensmittel & Getränke)

 Was ist mit den Themes enthalten?

  • Ein neues, umfangreiches Paket an globalen Theme-Stil-Einstellungen, mit denen du das Gesamtbild deines Shops anpassen kannst.
  • Neue Anpassungsoptionen für die wichtigsten Bereiche, um ihre Flexibilität zu erhöhen.
  • Neue Abschnitte wie Diashow und ausklappbare Inhalte, um Händlern mehr Layout-Optionen für die Darstellung ihrer Inhalte zu bieten.
  • Unterstützung für alle nativen Shopify-Funktionen, wie z.B. das Online Store 2.0-Feature-Set, Facetten-Filterung, Shop Pay Raten, Abholbarkeit, 3D-Medien, Verkaufspläne und mehr.

Wenn du dir sicher bist, dass du die richtige Ästhetik und das richtige Gefühl für deine Website hast, ist es an der Zeit, deinen Marketingplan weiterzuentwickeln.

 

In der Liste im Abschnitt Ressourcen am Ende dieses Beitrags findest du Ideen für Marketingtipps und Plattformen, die du je nach Zielkunden und Geschäftsplan ausprobieren kannst. Konzentriere dich auf die Techniken, mit denen du deine Zielgruppe am ehesten erreichst, und behalte dabei dein Budget im Auge um on-budget zu bleiben. In diesem Blogbeitrag findest du auch eine kostenlose Vorlage, die du für deinen Marketingplan verwenden kannst.

 

Die Conversion Rates Daumenregeln

Sobald dein Shop dann freigeschaltet ist, sind Zahlen ein gutes Maß dafür, wie gut es deinem Laden geht. Ein paar sehr einfache Überprüfungen können dir eine Menge Informationen über den Zustand deines Geschäfts liefern.

 

Du solltest jeden Monat mindestens 1000 Besucher/innen in deinen Laden locken, bevor andere Zahlen auf deinem Analyse-Dashboard einen großen Einfluss auf deine nächsten Geschäftsentscheidungen haben werden. Denke daran, dass die Besucher deine Seite nicht einfach in den unendlichen Weiten des Internets finden werden, also halte dich an deinen Marketingplan, um dieses Niveau an beständigem Traffic zu erreichen. 

 

Sobald du einen konstanten Verkehrsfluss hast, überprüfe deine Conversion Rates. Die Konversionsrate ist der Prozentsatz der Personen, die auf deine Website gekommen sind und einen Kauf getätigt haben. Im Durchschnitt liegt eine sehr gute Konversionsrate zwischen 1% und 4 %. 20-40 Bestellungen pro Monat ist ein guter Anhaltspunkt. Um deine Daten sinnvoll zu nutzen, solltest du dich auf die Mindestanzahl von 1000 Besuchern pro Monat beziehen.

 

Das Verhalten der Besucher zum deinem Shop - eine Blackbox?

Das Verhalten deiner Kunden in deinem Shop ist ein wichtiger Datenpunkt der vieles aussagen kann. Wo klicken die Kunden in deinem Shop hinein und wo verlassen sie das Shop wieder. Warum nicht die Lucky Orange App testen, um Einblicke in das Kundenverhalten zu erhalten und an der Verbesserung des Kundenerlebnisses zu arbeiten. Hier sieht man z. B. ob die Besucher zum Shop gleich wieder abspringen wenn sie zur Landingpage kommen da der erste Eindruck ganz einfach nicht ansprechend ist.

 

Neben den Besucherzahlen und Konversionsraten gibt es noch viele andere Zahlen, die du einsehen kannst, um den Zustand anderer Bereiche deiner Website und deiner Verkäufe zu bestimmen. In diesem Beitrag werden wir nicht auf diese fortgeschrittenen Statistiken eingehen, aber wir haben einen tollen Leitfaden dazu, was die anderen Zahlen auf deinem Übersichts-Dashboard bedeuten. Wenn du ein Fan von Zahlen bist und in deinem Geschäft wirklich erfolgreich sein willst, kannst du dich außerdem mit den Shopify Analytics Reports, Google Analytics und den Facebook-Pixeldaten und vielen anderen Analysetools beschäftigen!

 

Mit der Hilfe anderer zum Erfolg kommen

Da du rund um die Uhr Zugang zu unserem Shopify-Support-Team hast, kannst du dich an uns wenden, wenn du Hilfe für dein Geschäft brauchst. Unsere Berater:Innen helfen dir, deine Geschäftsziele zu erreichen und lösen fast immer alle deine technischen Fragen und Bedürfnisse.

 

Professionelles Training und Weiterbildung ist eines der wichtigsten Faktoren, die den Unterschied zwischen denen ausmachen, die erfolgreich sind, und denen, die es nicht sind. Wenn du keinen unternehmerischen Mentor hast, schau in unseren Shopify Community-Foren vorbei, trete einer Facebook/Reddit-Gruppe für Unternehmertum bei, lies ein paar großartige Bücher über Unternehmertum, sieh dir ein paar tolle TED-Talks an, scrolle dich durch #smallbusiness oder #entrepreneurship TikTok oder sprich mit einem unserer Shopify-Berater. Du musst nicht inmitten von Chaos oder Hindernissen stehen, um nach Rat zu fragen. Je früher du dich proaktiv an jemanden wendest, der/die dich auf deinem Weg unterstützt, desto eher wirst du die positiven Ergebnisse deiner Bemühungen sehen können!

 

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Weiterbildung und weiteres Lesen - es ist ein “Infinite Game”:

Lernen wird dein bester Freund sein! Es verlangt ein gewisses “open mind” oder Aufgeschlossenheit zum Begriff “kontinuierlicher Weiterbildung” - je mehr du lernst und recherchierst, desto weniger entmutigend wird deine unternehmerische Reise sein. Erwarte nie, dass alles einfach ist, aber rechne damit, dass die Hindernisse auf deinem Weg schrumpfen werden mit der Arbeit und der Zeit und Investition.

 

Im obigen Beitrag sind verschiedene Ressourcen verlinkt, die dir bei der Erarbeitung von Kontexten und Konzepten helfen. Unten ist eine Sammlung der wichtigsten Englischen Ressourcen für neue Unternehmer:Innen, von denen die meisten nicht in den anderen Beiträgen aufgeführt sind.

 

Diese Links und Ressourcen werden dir helfen, die Notwendigkeit realistischer Ziele und Erwartungen zu verstehen, sowie einige konkrete Strategien, die du umsetzen kannst, um deinem Unternehmen auf die Beine zu helfen! Teu teu teu!

Self Development - Selbstentwicklung:

Planning & Research - Planung & Forschung:

Strategy Options to Implement - Strategieoptionen zur Umsetzung:

Zu berücksichtigende Marketingoptionen:

Shopify GRATIS Compass Kurse und Tools:

Mentorschaft und Gemeinschaft finden