Was ist Shopify?

Gabe
Shopify Staff

Was ist Shopify?

 

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Eine Entstehungsgeschichte

Wenn ich mich in den endlosen Weiten der Internet Foren und/oder sozialen Medien umsehe, stoße ich oft auf die Frage im Titel, die weitverbreitet gestellt wird. 

 

Shopify? Spotify? Askify? Was genau soll auch das Suffix "-ify" bewirken, das an das Hauptwort “Shop” angehängt wird? Es könnte sowas einfaches wie "einen Shop machen" bedeuten, was eigentlich genau der Service ist, den Shopify anbietet. Es könnte aber auch den Zustand und die Qualität des heutigen Online-Einkaufserlebnis betonen. Es bleibt daher die Frage, ob Shopify die Entwicklung des Online-Einkaufserlebnis in den letzten zehn Jahren bestimmt hat und ob man sogar soweit gehen kann zu sagen, dass der Weg, den die Händler eingeschlagen haben, weitgehend "shopifiziert" wurde.

 

Um eine bessere Vorstellung zu bekommen, gehen wir zurück zu den Anfängen im Jahr 2004, als eine Snowboarding-Website namens SnowDevil geboren wurde. Sie wurde von unserem jetzigen Geschäftsführer Tobias Lütke aus Koblenz gegründet (auf seiner eigenen Blogseite kann man bis ins Jahr 2013 zurücklesen, um einen guten Eindruck zu bekommen). Damals war das, was Tobi das "dunkle Zeitalter des Internets" nennt, direkt nach dem Dot-Com-Crash und die Gründung eines Online-Shops war ein sehr exotisches unternehmen. Man ersetzte die namensgebenden "Versandhauskataloge" durch ein primitives digitales Online-Kauferlebnis und schon war der "E-Commerce" geboren.

 

Damals war Tobi ein Programmierer und begeisterter Snowboarder, der in Kanada lebte (es auch heute noch tut) und zusammen mit seinen Kumpels und Snowboarder-Kollegen Daniel Weinand und Scott Lake beschlossen sie, ein Online-Snowboarding-Geschäft zu gründen. Sie wollten die beste Snowboardausrüstung an eine Nische von Snowboardern verkaufen, die auf der Suche nach hochwertigen Produkte und Material waren. 

 

Das war zu einer Zeit, als wir noch Netscape als Browser und Windows 98 benutzten!  Netscape war einer der ersten Internetfirmen und Browser, zu einer Zeit, als das Internet aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit am Anfang war - es lud nur langsam, und war klobig und optisch nicht sehr ansprechend. Einen Shop selbst zu bauen, musste von Grund auf neu gemacht werden und erforderte eine Menge Kenntnisse wie Sir Tim Berners Lee's W3C-Standards, HTML, CSS und Javascript.

 

Oder man brauchte eine Menge Kapital, um die damals besten Leute einzustellen, die in der Regel von Wall Street- oder Silicon Valley-Investoren für dein Startup finanziert wurden. Damals war es für Unternehmer viel schwieriger als heute, ein Unternehmen zu gründen und Tobi wollte seinen Onlineshop unbedingt selbst aufbauen und suchte nach Tools oder Plattformen, die den Prozess vereinfachen würden, dennoch gab es sie noch nicht. Also baute er den SnowDevil-Shop mit Open Source Code und seiner Teil-Kreation Ruby on Rails auf und startete SnowDevil zwei Monate später.  

 

Aber was Tobi wirklich wollte, war, Shopbetreibern das Gleiche zu bieten, wonach er suchte - eine Plattform, die den Aufbau und die Verwaltung eines Onlineshops vereinfachte, denn er erkannte, dass es hier um einer viel größeren Aufgabe ging.  

Und so wurde Shopify geboren.

Nachdem sie sich monatelang mit vorgefertigten Softwarepaketen herumgeschlagen hatten, beschlossen Tobi und seine Partner, ihre eigene E-Commerce-Software von Grund auf mit der wenig bekannten Sprache Ruby und dem Framework Ruby-on-Rails zu entwickeln. Liquid wurde als Vorlagen Markup-Sprache entwickelt, die dir bei der Gestaltung deines Ladens mächtige Optionen bietet.

 

Dann dämmerte ihnen, dass diese Software wertvoller war als das Snowboardgeschäft selber, und so machten sie am 2. Juni 2006 aus dem Shop, ein Tool, mit dem man in kürzester Zeit und ohne fortgeschrittene Programmierkenntnisse einen Online-Shop von Grund auf aufbauen konnte. Die Plattform ermöglichte es jeder Person auf der Straße, ihren eigenen Onlineshop zu erstellen. Das war der Clou und das schöne an der ganzen Sache und hiermit entstand auch die Mission Shopify's:

 

Make E-Commerce better for everyone!

 

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Aug. 2006, Shopify wird auf CNET Japan vorgestellt 

Wie funktioniert Shopify und wer sind die Konkurrenten?

Shopify ist eine SaaS (Cloud Software-as-a-Service) oder besser eine PaaS (Platform-as-a-Service), die es dir ermöglicht, deine eigene Website in der Cloud zu erstellen, auf der man seine eigenen Produkte oder Dienstleistungen verkaufen kann. Die Cloud bietet einige Vorteile, z. B. dass man nur mit dem Browser arbeiten muss und nicht alles lokal auf dem eigenen Computer oder Server speichern und die Software mit großem Aufwand selbst aktualisieren und pflegen muss. Man zahlt einfach eine monatliche Abonnementgebühr und Shopify kümmert sich um den Rest, wie z.B. um die Sicherheit deiner Daten und die deiner Kunden usw. Shopify nutzt außerdem das Content Delivery Network (CDN) System, was bedeutet, dass alle Inhalte deines Shops mit sehr hoher Geschwindigkeit geladen werden, egal wo auf der Welt sich der Besucher zu deinen Shop befindet.

 

Shopify wird manchmal mit einer Marktplatz-Website wie Amazon oder eBay verwechselt. Das sind Plattformen, auf denen viele verschiedene Verkäuferinnen und Verkäufer ihre Produkte gemeinsam verkaufen können, anstatt auf ihren eigenen Websites. Bei Shopify hat man jedoch einige Freiheiten und Optionen, die man auf einem Marktplatz wie Amazon oder eBay nicht hat, z. B. die Freiheit, die Website so zu gestalten, wie man sie haben möchte.

 

Außerdem fehlen dir auf einem Marktplatz andere Funktionen, wie z. B. die Möglichkeit, deine eigenen Bestellungen und Lieferungen zu verwalten und sogar E-Mail-Marketingkampagnen und andere Dinge zu versenden.

 

Shopify bietet eine ganze WaWi, sprich, ein großartiges Order- und Content-Management-Tool sowie Bearbeitungstools, um dein Geschäft aufzubauen und zu verwalten. Viele andere Konkurrenten, die in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen sind, ziehen nach, z. B. WooCommerce, Big Commerce, Wix, WordPress und Shopware usw. Der Unterschied zwischen diesen Konkurrenten und Shopify ist, dass Shopify es sich zur Aufgabe gemacht hat, Händlern mehr Gestaltungsfreiheit zu geben ihre Shops nach ihren eigenen gestalterischen Vorstellungen aufzubauen, indem es ein einzigartiges Ökosystem aus großartigen Themes, Apps und Plugins, Vertriebskanälen sowie Partnern und Experten bietet, die dir helfen können dieses Ziel zu erreichen (mehr dazu weiter unten). 

 

Shopify funktioniert also nach dem Baukastenprinzip - Shopify ist die Plattform und das Fundament, auf dem jeder Händler sein eigenes "Haus" entwerfen und bauen kann, indem er die Wände, Räume, Fenster und das Dach so gestaltet, wie er oder sie es möchte, und nicht, wie es die Begrenzungen der nativen Features der Plattform diktieren. Die anderen Plattformen bieten dir ein "Out-of-the-Box"-Produkt, bei dem alles bereits für dich erledigt ist. Das mag zwar bequemer und schneller sein, kann dir aber auch die Gestaltungsfreiheiten entnehmen, wie z. B. dein eigenes Erscheinungsbild zu gestalten bis hin zu deiner eigenen Programmierung und der Integration privater Apps.

 

Durch den Aufbau deines eigenen Online-Shops kannst du ein fesselndes und immersives Erlebnis für deine Kunden schaffen, die deinen Shop, deine Produkte, deine Marke und alle weiteren Inhalte, die du in deinem Shop anbietest, kennenlernen und mit ihnen interagieren können. Das kann man u. A. mit allem von der Über Uns-Seite, bis hin zu den Blogs, Events und Treffen, einen Live-Chat und das visuelle Erscheinungsbild deiner Produkte und deines Shops erreichen. All diese Elemente und viele mehr stehen dir zur Verfügung, um ein komplettes Lifestyle- und Markenerlebnis mit Wow-Faktor zu schaffen. 

Einige der Highlights der Shopify-Plattform sind:

  • Ein benutzerfreundliches Home-Dash, auf der du alle deine Geschäftsaufgaben wie Produkte, Kunden, Marketing, Vertriebskanäle, Versand und vieles mehr verwalten kannst!
  • Eingebaute Analysen und Business Intelligence (BI) mit wertvollen Informationen über die Leistung deines Ladens, die dir helfen, fundierte Entscheidungen für dein Geschäft zu treffen.
  • Ein Theme-Store mit einer Vielzahl von Themen, aus denen du je nach Branche auswählen kannst und die du so anpassen kannst, dass sie das gewünschte Aussehen deiner Marke repräsentieren.
  • Ein AppStore, der dir ein tolles Ökosystem an Möglichkeiten eröffnet, deinen Shop mit Apps anzupassen, die dir zusätzliche Funktionen bieten, die du für dein Geschäft brauchst.
  • Ein erstaunliches System von Verkaufskanälen, das es dir ermöglicht, die Inhalte und Produkte deines Ladens mit deinen Facebook-, Instagram-, Google Shopping-, Pinterest-, TikTok-Geschäftskonten und vielen anderen zu verbinden und zu synchronisieren!
  • Shopify's eigenes Zahlungsgateway namens Shopify Payments, das viele Vorteile und reduzierte Transaktionsgebühren mit sich bringt.
  • Ein großartiger POS-Vertriebskanal für alle Verkäufer, die auch in-person verkaufen wollen!

Es gibt kein Ende des Lernens für Shopinhaber. Deshalb haben wir verschiedene Hilfsmittel, die unseren Shopinhaber helfen, sich weiter zu entwickeln:

  • Das Help Center mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu allen Aufgaben in deinem Laden, von der Ersteinrichtung bis hin zu den alltäglichen Aufgaben bei der Verwaltung deines virtuellen Ladens.
  • Für visuelles Lernen schau dir unsere Bibliothek mit Tutorials auf unserem YouTube-Kanal und in unserem Help Center.
  • Du kannst dich auch per E-Mail, über soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook und hier in der Community mit unserem Support-Team austauschen.
  • In unserem Blog findest du Anregungen für dein Geschäft, Tipps zu verschiedenen E-Commerce-Themen und Neuigkeiten von Shopify.

Wer ist Teil des Shopify-Ökosystems?

Oberflächlich betrachtet bietet Shopify eine Plattform und eine Grundlage für Händler, um ihre Shops im Baukastenstil zu erstellen. Es gibt aber auch ein umfangreiches Ökosystem und eine Entwicklerplattform mit Add-ons, die die Funktionen der Plattform abrunden und alle Lücken schließen, auf die du beim Aufbau deines Shops, seiner Funktionen und Features stoßen könntest. Wähle aus Hunderten von Apps und Themes, die unsere großartigen Partner aus der ganzen Welt für dich entwickelt haben - ein Netzwerk aus Agenturen, App-Entwicklern, Designern, Experten und mehr, die alle von Shopify zugelassen sind.

 

Die Shopify-Partnern und -Experten sind somit autorisierte Mitglieder der Shopify-Community sind und ihr Fachwissen auf vielfältige Weise zur Verfügung stellen, um Händlern beim Aufbau ihrer Shops und beim Online-Verkauf zu helfen.  Partner können ihr Fachwissen nutzen, um von Händlern benötigte Apps für unseren AppStore zu entwickeln, sie können Partner sein, die für Shopify werben und ihr Publikum über Shopify aufklären. Als Händler bist du nicht allein und musst in jedem Bereich deines Geschäfts ein Experte sein. Hier können unsere Shopify-Experten helfen. Sie können mit ihrem Fachwissen in Bereichen wie Webentwicklung, Vertrieb, Marketing und Grafikdesign beauftragt werden, um dir zu helfen, deine Ziele zu erreichen.

Die One-Stop “Shop App”

Shopify hat sich zum Ziel gesetzt, "den Handel für alle besser zu machen". Das bedeutet, dass wir ständig daran arbeiten, unsere Produkte allen Händlern zugänglicher zu machen und alle Hindernisse beim Aufbau eines Geschäfts abzubauen. Ein Beispiel: Im Jahr 2020 brachte Shopify die Shop App auf den Markt, mit der deine Kunden ein noch immersives Einkaufserlebnis in allen Shopify-Shops haben. Außerdem können sie ihre Bestellungen in Echtzeit nachverfolgen, sehen, wann neue Produkte ihrer Lieblingsmarken auf den Markt kommen, und noch schneller und sicherer zur Kasse gehen.

Wo soll ich bloß anfangen?

Auch wenn die Online-Reise eines jeden Händlers anders verläuft, gibt es einige Ausgangs- und Wiederherstellungspunkte, die einen reibungsloseren Ablauf ermöglichen. Hier sind einige erste Schritte, die du unternehmen kannst, um dies zu erreichen:

  1. Überlege dir deine Interessen und Spezialgebiete, deine Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen und schreibe alles auf, was dir dazu einfällt, egal was es ist.  
  2. Dann grenze die Geschäftsideen auf die drei ein, die dich am meisten interessieren, und untersuche diese Ideen im Detail, indem du Marktforschung betreibst, um sie zu überprüfen und festzustellen, welche Idee das größte Erfolgspotenzial hat. Nutze Google Trends, um herauszufinden, was sich am besten verkauft.
  3. Sobald du deine Geschäftsidee hast, kannst du dich an die Feinheiten deines Unternehmens machen - von deinem Logo über deine Markenfarben bis hin zu den Produkten, die du verkaufen willst, und deiner Zielgruppe. 
  4. All diese Details können in einem Geschäftsplan festgelegt und organisiert werden - einem der wichtigsten Dokumente für jedes Unternehmen. Ein Geschäftsplan hilft dir dabei, die nächsten Schritte für dein Unternehmen festzulegen und die Entwicklung deiner Website besser zu steuern.  

Zurück zum Anfang

Zurück zum Anfang: Wenn der SnowDevil's Store heute gegründet würde, wäre es möglich, ihn in weniger als zwei Monaten einzurichten und zu starten, und zwar ohne Programmierkenntnisse oder einen Entwickler einzustellen.  Wir sehen auch, dass es zwar eine Menge Arbeit ist, ein Unternehmen aufzubauen und zu betreiben, aber alles beginnt mit einer Idee. Um deinen Traum vom Unternehmertum zu verwirklichen, musst du nur einen Schritt nach dem anderen machen. Wenn du dir nicht sicher bist, was du tun sollst, kannst du dir sicher sein, dass du nicht allein bist und Shopify dich auf dem Weg zur Erfüllung deiner Träume unterstützt.

Ich habe aber keinen Plan wie ich anfangen soll!

Da fragt man sich, warum nicht einfach auf Amazon oder eBay und Co. verkaufen? Da ist doch alles für dich schon fertig.

Im Allgemeinen hat man mit einem Online-Shop wie dem von Shopify mehr kreative Freiheit, den Shop so zu gestalten, wie man es haben will. Weitere Vorteile: man erhält dabei mehr verwertbare Daten, die man für die eigene Marketingstrategie für das Unternehmen nutzen kann. Es gibt also Anfangs ein paar Fragen die man sich stellen kann wie z. B. die folgenden:

  • Möchte ich online gehen und mein Unternehmen mehr Menschen bekannt machen?
  • Möchte ich mein Geschäft ausbauen und den Umsatz steigern?
  • Möchte ich meinen Kundenstamm vergrößern?
  • Möchte ich besser gefunden werden und für viele Menschen sichtbar sein?

Das Festlegen von Zielen und Erwartungen für den Geschäftsplan sowie der damit verbundenen möglichen Kosten sollte man auch machen und hier gibt es einfache Fragen, die man sich stellen kann, wie:

  • Hat man einen Geschäftsplan erstellt, um online zu gehen und das Geschäft auszubauen?
  • Ist man sich bewusst, dass dies Zeit und Arbeit erfordert?
  • Ist man sich bewusst, dass dies mit Kosten verbunden sein wird?
  • Hat man etwas Geld oder Kapital für den Online-Shop beiseite gelegt?

Wie hört sich das an? Lass uns jederzeit hier in der Community wissen und wir können euch auf dieser spannenden Reise begleiten…

Starte heute durch - es ist kinderleicht!

Die Tools und die Plattform werden als Abo-Modell angeboten, bei dem du einen Plan wählst, der die Funktionen enthält, die du brauchst, egal wie weit du mit deinem Geschäft bist.  Schau dir unsere Pläne hier an.

Um dir einen besseren Überblick über Shopify zu verschaffen, lade ich dich ein, dich für unsere 14-tägige Testversion anzumelden, um die verschiedenen Funktionen auszuprobieren und besser zu verstehen, wie die Plattform in der Praxis funktioniert - auch wenn du deine Geschäftsidee noch nicht fertig hast.  

Möchtest Du mehr Produkte online verkaufen (in Diesem Fall Antike oder gebrauchte Möbel) und auch mehr damit verbundene Dienstleistungen anbieten, wie z. B. Reparaturen von kaputten Möbel, Lieferung oder sogar auch Abholung? Das alles kann man mit einem Online Shop machen.

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