Aufgezwungene Gebühren?!

Hallo zusammen,

ich habe fast 3 Jahre sehr viel Arbeit in den Shop gesteckt und habe von einen auf den anderen Tag die Meldung erhalten, dass Shopify Payments erstmal nicht zur Verfügung steht, ohne Begründung.

Der Support hat mir eine Aussage Verweigert, trotz den Hinweises das es nicht einen Problemfall gab (nicht 1!!).

Da der Shop stätig am Wachsen ist und mehr Umsatz macht, muss ich natürlich weiterhin Paypal anbieten, hier scheinbar der Trick…

Shopify nimmt für jede Paypal Transaktion jetzt Zusätzlich zu den 2% von Paypal auch nochmal 2% pro Transaktion mit ein, nachdem Sie mich ohne Begründung aus Shopify Payments nahmen.

Uns ist dann aufgefallen, dass bei stornierten Bestellungen (Kunde hat sich verklickt) Shopify trotzdem dir 2% abzieht ohne das eine Bestellung stattfand (beispiel 50€ für eine Bestellung die nicht stattgefunden hat).

ich finde das schon mehr als Komisch das Shopify einen Shop der gut läuft und nie ein Problem mit Käufern hatte Shopify Payments von einen auf den anderen Tag verwehrt um dann an jeder Transaktion mit zu verdienen.

Hat jemand Erfahrung in dem Bereich gemacht?

Überlegen rechtlich dagegen vorzugehen und den Anbietern zu wechseln.

Viele Grüße & Danke falls jemand Tipps oder Erfahrungen hat.

@Trdso nein, in dem Bereich hab ich keine Erfahrungen sammeln müssen.

Was die Payment-Gebühren betrifft – wir können ja nicht in Dein Konto reinschauen und somit weder verifizieren, was genau passiert ist, noch beantworten ob das auch dem entspricht, wie’s sein sollte.

Warum Shopify Payments gesperrt wurde – wahrscheinlich, weil Dein Shop den AGB nicht entspricht. Was verkaufst Du denn?

Unter’m Strich sind Händler halt immer nur Untermieter von Shopify und Shopify Payments. Für den All-in-one-Ansatz gibt man dafür Kontrolle und Freiheit ab. Das ist im Einzelfall ärgerlich, möglicherweise sogar existenzbedrohend, aber unter’m Strich einfach so, wie es halt ist.

Letztenendes wird Dir bei Deinen Themen wenn, dann nur jemand direkt von Shopify behilflich sein können.

Liebe Grüße und sorry, dass da nicht mehr geht,

Mario

@r8r Moin,

vielen Dank für die Rückmeldung.

Wir handeln mit Möbeln und Wohnaccessoires.

Unsere AGB werden dauerthaft überprüft und von einer externen Firma dauerhaft überprüft…

Daher hatten wir bei Shopify auch nachgefragt, wieso man uns “Sperrt” die Aussage man kann dazu nichts sagen ist natürlich mehr als schwach, wie sollen wir etwas ändern wenn wir nicht wissen wieso.

Zu den Gebühren, ist es halt sehr ärgerlich da man vorher seinen Plan + Apps die man nutzt gezahlt hat und keine extra Kosten durch Shopify Payment hatte.

Jetzt zahlen wir jeden Monat ein paar hundert Euro für den gleichen Service und wissen weiter nicht wieso wir eigentlich kein Shopify Payment mehr nutzen können.

Natürlich ist man auf PayPal angewiesen, jedoch ist es für Händler nicht sehr leicht wenn man auf einmal ein paar hundert Euro im Monat mehr zahlen muss, abgesehen von dem Thema Kosten trotz nicht erfolgter Bestellung.

VG

Blöde Situation … wenn die AGB nicht verletzt wurden, dann würd ich drauf setzen, dass es irgendein Risk Mitigation Thema ist, sprich, dass der Payment-Anbieter dir einfach nicht genug vertraut. Warum? Das sagen sie leider nicht immer … vielleicht Chargebacks, vielleicht Beschwerden, … ich hatte einen Händler, der rausgeflogen ist, weil er Markenprodukte eines bekannten amerikanischen Elektrokonzerns verkauft hat und der Payment Provider ihm nicht geglaubt hat, dass er ein offizieller Partner ist und keine Schwarzmarktware oder Fälschungen verkauft. Letztenendes hat er Shopify den Rücken gekehrt und ist zu einer Open Source Lösung gewechselt.

Je mehr Kontrolle Du über das Setup abgibst, desto weniger Arbeit hast Du potenziell damit, aber desto weniger Flexibilität und Eingriffsmöglichkeiten bleiben Dir in solchen Situationen. Das ist ein schwacher Trost, aber bei SaaS-Anbietern leider so. Du musst nach deren Pfeife tanzen, wenn Du an Bord bleibst.

Liebe Grüße,

Mario

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@r8r

Leider gab es auch keine Chargebacks von Kunden.

Wir haben egal bei welchen Zahlungmitteldienstleister keine Mahnung oder sonst etwas.

Das ist genau das was uns so stutzig macht, weder hatten wir ein Problem mit Chargebacks oder offenen Fällen bei Zahlungen.

Wir haben ja extra nachgefragt und dann die Antwort war, wir geben euch keine Rückmeldung…

Zusätzlich zu den Problemen, weiß der Händler nicht einmal was das “Problem” ist.

Wir haben heute nochmal versucht den Kontakt und eine Begründung zu erhalten, leider haben wir wieder eine sehr schwammige Rückmeldung erhalten…

Hallo ------,

vielen Dank, dass Sie sich erneut bei uns gemeldet haben.
Mein Name ist ---- und ich helfe Ihnen gerne weiter.

Ich kann verstehe, dass es für Sie wichtig ist Shopify Payment zu verwenden.

Nach Besprechung mit meinen Kollegen intern, habe ich erfahren, dass wir Shopify Payments nicht für Ihr Konto freischalten können. Sie haben jedoch die Möglichkeit andere Zahlungsmethoden zu verwenden.

Sehen Sie hierfür die Liste der verfügbaren Zahlungsanbieter innerhalb Deutschlands.

Unter anderem empfehlen wir PinWheel, das sich direkt in Shopify integrieren lässt. Authorize.net kann auch eine Lösung für Ihr Unternehmen sein.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und melden Sie sich gerne in der Zukunft, wenn Sie noch offene Fragen haben.

----- | Shopify Support Berater
Shopify Help Center (DE)

Ich finde es weiterhin echt schwach, wie der Händler im dunklen stehengelassen wird ohne Begründung.

@Trdso ich fürchte, dass das der Punkt ist, an dem die Community einfach auch nicht mehr helfen kann. Der Support antwortet Dir – dass die Begründung nicht rausgegeben wird finde ich auch ärgerlich … Ich hatte auch schon mal privat mit Klarna ein vielleicht vergleichbares Problem, dass die eine 40 EUR Zahlung von mir nicht clearen wollten. Deren Support wollte oder konnte mir nicht sagen, warum deren KI meine Bonität für den Einkauf als so unterirdisch bewertet hat, dass ich einfach nicht einkaufen konnte. Their playground, their rules. Ich vermeide Klarna seitdem wo’s geht, weil ich die Erfahrung nicht super fand. That’s life.

Der Support hat Dir eine Alternative vorgeschlagen … dann verwende halt die. Oder notfalls ein anderes System. Ich denke nicht, dass Du in dem Fall noch andere Optionen hast, wenn Du Deine Sachen online verkaufen möchtest.

Liebe Grüße,

Mario

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Hey @Trdso

Wie hast du das gelöst und verwendest du jetzt eine andere Gateway, wie z. B. Stripe? Viele Händler haben sich in dieser Situation gefunden (wie z. B. wenn man CBD Produkte verkauft oder wenn man einfach zu viele Retouren hat - mehr also die erlaubte Schwelle von 1% für Shopify Payments) und sind auf andere auch sehr gute Gateways gewechselt und verkaufen jetzt sehr erfolgreich.

Hey @Gabe

wir nutzen aktuell Strip bzw. ja bereits länger durch die Kündigung von Shopify Payment.

Mit den 1% wusste ich noch nicht, muss ich mal nachschauen.

Haben aber fast keine Retouren.

Wir würden einfach gerne wissen, was jetzt der Punkt war um uns aus Shopify Payment zu nehmen. Wir sind ebenso bei der Handelskammer offiziell als Unternehmen geführt, daher verstehe ich die “Zweifel” durch Shopify nicht.

Bisher sind wir sehr zufrieden mit Stripe.

@Trdso

Hmm, ja das ist blöd wenn man im Dunklen gelassen wird. Was ist denn die Erstattungs-Rate aller eurer Bestellungen, sprich, das Verhältnis abgeschlossener Bestellungen zu erstatteten Bestellungen? Ist es mehr als 1-2%? Hier ein Beispiel des Zahlungsstatus einer erstatteten Testbestellung aus meinem eigenen Testshop:

image.png

Ich empfehle Händler in so einer Situation einen ausführlichen Punkteplan an unser Risk Team zu senden, indem genau geschildert wird wie ihr das Risiko-Element eures Shops und die Erstattungen praktisch auf Null reduzieren werdet. Hierfür muss man sich überlegen genau wie die Kunden euren Shop und eure Produkte betrachten und verstehen im Gegensatz zu wie man als Shopinhaber seinen eigenen Shop betrachtet.

Manchmal gibt es hier eine klaffende Lücke und Diskrepanz zw. dem wie der Kunde alles sieht und wie du als Shopinhaber dein Shop und deine Produkte siehst. Als Shopinhaber denkt man sich “das ist mein Shop…mein Real Estate und ich finde wir haben etwas tolles auf die Beine gestellt, dass den Kunden einen super Service und Produkte anbietet”.

Die Kund:innen können das aber ganz anders sehen und hier kann man sich mit der Wissenschaft und Kunst des UX Design und des Design Thinking befassen. Das ist die Lehre zu wie man ein Produkt/Service baut und zwar durch die Augen des Kunden und NICHT durch die eigenen Augen weil man ja als Shopinhaber voreingenommen ist (sog. Experimenter oder “builder bias”).

Ein Kunde erstattet ein Produkt meist weil es eine Lücke und Diskrepanz gibt zw. dem was der Kunde mental erwartet und dem was du dem Kunden letztendlich bietest. Und hier gilt es diese Lücke so weit wie möglich zu schließen.