Benutzerdefinierte Versandtarife je zugewiesener Produktgruppe

Hey @NovelArc

Danke und lass uns hier weiter nach Lösungen suchen. Wo ein Wille da ein Weg! :flexed_biceps:

An erster Stelle haben wir es mit 2 Produktgruppen zu tun: eine Gruppe die von deinem eigenen Bestand versendet wird, und eine die vom externen SPOD Bestand versendet wird, sprich, von der App die dessen POD Produkte in dein Shop importiert, was das ganze etwas verkompliziert (die Doku der SPOD App habe ich jetzt für dich auf Google gefunden hier).

Im Grunde handelt es sich also, um zwei verschiedene Ship-from Versandprofile, deren Versandtarife sich im Checkout zusammen addieren, was du vermeiden möchtest. Sobald man entweder eine Dropshipping oder eine POD im Shop aktiviert und die Produkte importiert, erstellt die App im Shipping Backend einen eigenen Profil was nötig ist, um die Funktionalität der App über das Shopify API zu gewährleisten. Du könntest versuchen die SPOD Produkte als eigene Produkte im Shop einzurichten, was aber die Verbindung zw. deinem Shop und SPOD unterbrechen könnte.

Das Problem - die Produkte werden ja entweder von deinem Standort an die Kunden versendet, oder vom POD Provider Standort, oder beides. Wenn Produkte beider Ship-from Locations in den Cart gelegt werden, haben wir zwei verschiedene Zustellungen - eine von dir und eine vom POD Dienst und daher gibt es dann im Checkout zwei Tarife die sich addieren ansonsten zahlst entweder du die Rechnung der doppelten Tarife, oder deine Kunden. Derzeit ist das System und die Shipping Strategie von Shopify so ausgelegt, dass die Kosten auf die Kunden übertragen werden anstatt auf den Shopinhaber.

Mehr Kontexte und Apps zu diese Sachverhalte in den parallelen Threads

Vielleicht interessiert dich der Thread von heute zum Thema “Versandkosten Für Verschiedene Produkte Sollen Sich Nicht Addieren”. Da besprechen wir das derzeitige Systemverhalten der Shipping Rate Consolidation und dass ggf. dieses Jahr noch eine Lösung diesbzgl. gepusht wird. Kann ich aber nicht bestätigen. Eine App die oft gemeldet wird ist die “ShipMagic” App falls du sie ausprobieren möchtest (siehe diesen Thread dazu).

Ansonsten haben manche Shops gemeldet, dass sie das mit “Gewicht-basierte” Versandregeln tweaken konnten, so dass die Versandkosten nicht in die Höhe schnellen, basierend auf dem Einkaufswert einzelner Produktgruppen, oder einschließlich der Möglichkeit, Versandkosten basierend auf Produkttypen, Kollektionen oder Tags zu berechnen. Wie gesagt, Apps wie „Advanced Shipping Rules“, „Better Shipping“ oder „Intuitive Shipping“ können helfen, die Versandkosten genau so zu konfigurieren, wie du es brauchst aufgrund deiner Situation mit den zwei getrennten Versandprofile. Du solltest nach Apps suchen, die es ermöglichen, Versandpreise für unterschiedliche Produktgruppen separat zu definieren.

Die Gewicht-basierte Lösung

Eine andere Möglichkeit besteht darin, gewicht-basierte Versandregeln zu nutzen, um unterschiedliche Versandkosten für verschiedene Produktgruppen zu definieren. Du könntest theoretisch jedem Produkt einer Gruppe ein spezifisches „Gewicht“ zuweisen, das nicht dem tatsächlichen Gewicht entspricht, sondern als Faktor zur Berechnung der Versandkosten dient. So könntest du beispielsweise allen Produkten der ersten Gruppe ein „Gewicht“ von 1 kg und der zweiten Gruppe ein „Gewicht“ von 2 kg zuordnen und entsprechend gewicht-basierte Versandpreise festlegen, was allerdings etwas umständlich und könnte verwirrend sein, wenn du auch gewicht-basierte Versandkosten für andere Zwecke nutzen möchtest.

Split-Cart Logik vielleicht?

Eine weitere, komplexere Lösung könnte die Verwendung einer Split-Cart-Logik sein, bei der der Einkaufswagen in separate Teile für jede Produktgruppe aufgeteilt wird, sodass für jede Gruppe separate Versandkosten berechnet werden können. Dies könnte durch eine benutzerdefinierte Entwicklung innerhalb deines Shopify-Stores oder durch eine spezielle App erreicht werden, die diese Funktionalität unterstützt. Du könntest das bestehende System und Logik mit dem Kombinieren der Versandtarife wenn split shipments in der Bestellung sind, erweitern so dass, beispielsweise nur die Versandkosten des teuersten Versandtarifes aller im Warenkorb befindlichen Artikel berechnet werden. Derzeit werden die günstigsten Tarife für jede Liefergruppe addiert, wenn eine Bestellung auf mehrere Versandprofile oder Standorte aufgeteilt wird (das split cart shipping). Das führt zu höheren Versandkosten für die Kunden, da die Versandkosten für aufgeteilte Sendungen effektiv verdoppelt werden. Oder eben das Problem mit einem “geteilten Warenkorb” lösen, bei der man die verschiedenen Artikel anhand der Versandoption im Warenkorb aufteilen. Dein Kunde kann dann jeden Teil des Warenkorbs separat auschecken.

Was sagen die Foren, Blogs, und der Help Center noch alles dazu?

Also kannst du Versandprofile nutzen um spezifische Versandregeln für bestimmte Produkte und Standorte festlegen. Beachte dass die SPOD App, wie gesagt, automatisch ihren eigenen Profil einrichtet und ggf. kann dir die SPOD Doku oder der SPOD Kundensupport hier weiterhelfen.

Du kannst also ein allgemeines Versandprofil für alle deine Produkte verwenden oder bis zu 99 benutzerdefinierte Versandprofile für spezifische Produkte erstellen, um unterschiedliche Versandtarife für verschiedene Produktgruppen zu haben​​.

Beim Einrichten von Versandprofilen folgendes beachten:

  • Jeder Standort in jedem Profil kann seine eigenen Versandzonen und -tarife haben.
  • Wenn eine Bestellung Produkte aus verschiedenen Versandprofilen oder Standorten enthält, werden die separaten Versandtarife für jedes Produkt kombiniert, um dem Kunden einen einzigen Versandtarif beim Checkout anzubieten. Dies kann zu höheren Versandkosten für deine Kunden führen​​.

Es gibt verschiedene Arten von Versandtarifen, die du in deinen Versandprofilen festlegen kannst:

  • Pauschaltarife: Feste Versandtarife, die unabhängig von Form, Größe oder Gewicht des Artikels gelten, solange bestimmte Grenzen nicht überschritten werden.
  • Preisbasierte Tarife: Hier kannst du flache Versandtarife basierend auf dem Bestellwert festlegen. Beispielsweise könnten Bestellungen unter 50 $ einen Versandtarif von 4 $ haben, während Bestellungen über 50 $ günstiger oder sogar kostenlos versendet werden.
  • Gewichtsbasierte Tarife: Ähnlich wie preisbasierte Tarife, jedoch basierend auf dem Gewicht der Bestellung.
  • Kostenloser Versand: Du kannst den Versandkostenpreis auf 0 $ setzen, wobei Kunden bestimmte Bedingungen erfüllen müssen, basierend auf dem Gesamtgewicht oder dem Gesamtpreis ihrer Bestellung​​.

Free Shipping Tarife oder Rabbate verwenden

Du könntest Bestellrabatte mit kostenlosen Versandangeboten verknüpfen, was besonders nützlich sein kann, um Kunden anzulocken und den durchschnittlichen Bestellwert (AOV) zu erhöhen​​​. Beispielsweise kannst du kostenlose Versandangebote basierend auf dem Wert der Bestellung oder der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Produktgruppe anbieten, wie einen kostenlosen Versand für Bestellungen über einen bestimmten Betrag einrichten oder kostenlose Versandangebote nur für bestimmte Produktgruppen anbieten. Die Schritte zum Einrichten solcher Versandrabatte in Shopify sind relativ einfach und beinhalten die Auswahl der kostenlosen Versandoption in den Rabatteinstellungen. Du kannst den kostenlosen Versand entweder auf alle Länder oder spezifische Länder anwenden und zusätzliche Bedingungen festlegen, wie z.B. einen Mindestkaufbetrag, der erreicht werden muss, um den kostenlosen Versand zu aktivieren​​.

Außerdem könntest du in Betracht ziehen, eine App wie Automatic Discounts & Gifts (ADG) zu nutzen, um deine Versandrabatte weiter zu personalisieren und den Kunden auf deiner Checkout-Seite eine tolle Progress Bar anzuzeigen um die Kundenerfahrung im Checkout klarer zu machen und weiterhin zu verbessern. Diese Leiste motiviert Kunden, ihren Warenkorb aufzufüllen, um den kostenlosen Versand zu erreichen, was wiederum den durchschnittlichen Bestellwert steigern kann​​.

Für Situationen, in denen Kunden Produkte aus mehreren Versandprofilen bestellen, und die kombinierten Versandtarife zu hoch erscheinen, könnten Lösungen wie die Erklärung der doppelten Gebühren, die zurückerstattet werden, oder die Anpassung der Preise für kleinere, günstige Artikel in Betracht gezogen werden, obwohl diese Lösungen nicht ideal sind. Eine genauere Handhabung könnte durch die Verwendung einer App erreicht werden, die es dir ermöglicht, mehrere Regeln zu erstellen, um genau das zu berechnen, was du möchtest. Apps wie Advanced Shipping Rules, Advanced Shipping Manager, Better Shipping oder Shipping Rates by Parcelify könnten hier hilfreich sein​​.

Diese Informationen basieren auf den Ressourcen von Shopify und Beehexa, die detaillierte Anleitungen zur Einrichtung und Verwaltung von Versandprofilen bieten.

Hoffe das hilft dir weiter - lass wissen falls nicht! :wink: