Dropshipping innerhalb der EU - von DE nach DE & AT

Hallo Shopify Community,

unser Unternehmen sitzt in Österreich und wir vertreiben Waren in Deutschland und Österreich.

Dabei sitzt unser Partner in Berlin, welcher die Waren importiert, lagert und auch den Versand übernimmt. Wir betreiben also “Droppshipping” aus DE heraus.

Wie ist die steuerliche Lage?

In welchem Land sind wir steuerpflichtig?

Müssen wir an der One-Stop-Shop, EU -Regelung teilnehmen oder versteuern wir unsere Gewinne in AT?

Danke für jede Hilfe.

LG

Hey @SaporiSardi

Haben dir unsere Hilfeseiten hier helfen können, und wenn nicht, wie, warum, und wo genau haben sie nicht weiterhelfen können?

Beim Dropshipping innerhalb der EU, speziell von Deutschland nach Deutschland und Österreich, gibt es mehrere steuerliche Aspekte zu beachten und ich empfehle das mit deinem Steuerberater zu besprechen da wir hier keine sind. Aber hier die wichtigsten Punkte die ich jetzt per einer schnellen Suche über Google für dich gefunden habe:

Steuerpflicht im Heimatland (Österreich)

Da dein Unternehmen in Österreich ansässig ist, bleibt es dort steuerpflichtig. Das bedeutet, dass du deine Unternehmensgewinne in Österreich versteuern musst.

Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer)

Die Regelungen zur Mehrwertsteuer können etwas komplizierter sein, besonders wenn Waren innerhalb der EU bewegt werden:

a. Verkäufe an Kunden in Deutschland (B2C)- Wenn du Waren an Privatkunden in Deutschland verkaufst, musst du die deutsche Mehrwertsteuer berechnen und abführen, da die Ware aus Deutschland versendet wird.

  • Sollten deine Verkäufe in Deutschland die Lieferschwelle von 10.000 Euro (OSS-Schwelle) überschreiten, musst du dich für die One-Stop-Shop (OSS) Regelung registrieren. Diese ermöglicht es dir, die Mehrwertsteuer für alle EU-Verkäufe zentral zu deklarieren und abzuführen.

b. Verkäufe an Kunden in Österreich (B2C)- Wenn du Waren an Privatkunden in Österreich verkaufst und die Ware aus Deutschland versendet wird, kannst du bis zur Lieferschwelle von 10.000 Euro die deutsche Mehrwertsteuer anwenden.

  • Sobald die Verkäufe diese Schwelle überschreiten, musst du dich ebenfalls für die OSS-Regelung registrieren und die österreichische Mehrwertsteuer für Verkäufe an österreichische Kunden abführen.

c. Verkäufe an Unternehmen (B2B)- Bei Verkäufen an Unternehmen innerhalb der EU greift das Reverse-Charge-Verfahren. Das bedeutet, dass der Käufer (das Unternehmen) die Mehrwertsteuer im eigenen Land abführen muss. Hierbei wird auf der Rechnung die Mehrwertsteuer nicht ausgewiesen und es wird auf die Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens hingewiesen.

One-Stop-Shop (OSS) Regelung- Die OSS-Regelung ist für Unternehmen gedacht, die innerhalb der EU grenzüberschreitend an Privatkunden verkaufen.

  • Wenn deine Verkäufe an Privatkunden in der gesamten EU 10.000 Euro pro Jahr überschreiten, musst du dich für OSS registrieren. Dies erleichtert die Deklaration und Abführung der Mehrwertsteuer in den verschiedenen EU-Ländern.

Registrierungspflichten- Deutschland: Da dein Partner in Berlin sitzt und von dort aus die Waren versendet, musst du dich möglicherweise in Deutschland steuerlich registrieren, um die deutsche Mehrwertsteuer für Verkäufe innerhalb Deutschlands und an andere EU-Länder abzuführen.

  • Österreich: Dein Unternehmenssitz bleibt in Österreich, daher musst du weiterhin deine Unternehmensgewinne in Österreich versteuern und deine österreichischen Umsatzsteuerpflichten erfüllen.

Hoffe das hilft dir weiter - lass wissen falls nicht! :wink:


Warum nicht etwas Gamification in das Shop einbauen, um deinen Kunden etwas Fun im Shop anzubieten? Gerne kann ich bei Interesse Tipps dazu geben!

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