Gravierendes Problem / Fehler bei "Lieferanten-SKU" und "Kosten"

Hallo!

Ich habe bei allen meinen Produkten die Einkaufspreise sowie Lieferanten-SKUs eingepflegt. Und dies hauptsächlich aus dem Grund, dass ich - wenn ich Bestellungen erstelle - diese Daten in der Bestellung aufscheinen. Das ist der wichtigste Indikator für meine Lieferanten um meine Bestellung verarbeiten zu können. Meine eigenen Artikelnummern sind hier irrelevant.

Nun ist es aber so, dass eben genau diese zwei wichtigen Daten nicht automatisch in die Bestellung mit übernommen werden. Es wurde mir auch schon von einem Support-Mitarbeiter mitgeteilt, dass das IMMER manuell eingetragen werden muss.

Das kann doch nicht so gedacht sein? Das macht in meinen Augen keinen Sinn und es ist jedes mal ein Riesen Aufwand, diese Daten manuell einzutragen - und das obwohl diese Daten bereits im Artikel vorhanden sind.

Es gibt Lieferanten, bei welchen man noch klassisch per Mail bestellen muss. Und hierfür muss ich die Anzahl und die Artikelnummer des Lieferanten (“Lieferanten-SKU”) nennen damit der Lieferant identifizieren kann, was ich bestellen möchte. Aus diesem Grund wäre es äußerst vorteilhaft, wenn diese (schon vorhandenen!) Daten mit übernommen werden.

Mache ich hier was falsch? Oder hab ich was falsch verstanden?

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Hey @DSA23

Ja, die S**upplier SKU und die individual product costs scheinen derzeit in der Purchase Order (PO) als “Optional” markiert zu sein wie man in unserer Anleitung nachlesen kann da die Produkte ja verschiedene Child Variants haben können und nicht nur Produkte auf Parent-Ebene was das ganze etwas komplexer macht:

Beachte auch dass dieser PO Feature relativ neu ist und stets weiterentwickelt wird. In Shopify gibt es also derzeit kein automatisches Eintragen dieser Datenpunkte aufgrund der Zuteilung der Child-Variants. Die Kosten für Produkte oder Artikel werden somit manuell vom Ladenbesitzer oder der für die Bestandsverwaltung zuständigen Person eingegeben. POs unterstützen aber jetzt mehr als 100 Varianten in einer Bestellung, während dies früher (maximal 100 Varianten) eine Einschränkung war.

Die Logik

Die 2 Felder sind also optional und haben KEINE Auswirkungen auf andere Bereiche in der Verwaltung. Sie überschreiben weder die Kosten einer Variante, die bereits unter einem Produkt eingegeben wurde, noch fließen sie in irgendwelche Berichte ein. Diese Felder dienen lediglich dazu, dass ein Händler die Gesamtsumme für seine Bestellung bei einem Lieferanten sehen kann. Das System merkt sich auch die Kosten einer Variante von diesem bestimmten Lieferanten und füllt sie bei nachfolgenden Bestellungen von diesem Lieferanten automatisch aus.

Ein paar Weitere FAQs zum Thema:

  • Wie unterscheiden sich POs von Lieferantenübertragungen, die derzeit unter Produkt > Transfers zu finden sind? Sie sind im Wesentlichen dasselbe. Lieferantentransfers wurden als vorübergehende Möglichkeit eingeführt, um eine Bestandsübertragung von einem Lieferanten zu erfassen, bevor Bestellungen verfügbar wurden. Mit der Einführung von POs wird die Funktionalität von Lieferantentransfers vollständig abgeschrieben.
  • Gibt es eine Grenze für die Anzahl der Artikel, die einer PO hinzugefügt werden können? Nein, einer PO kann eine unbegrenzte Anzahl von Positionen hinzugefügt werden. Bisher konnte man nur 100 Positionen pro Bestellung hinzufügen, diese Beschränkung wurde jedoch mit einem Update (April 2023) aufgehoben.

In einigen Feldern, wie z. B. “Hinweis an den Lieferanten”, kann man Details hinzufügen, die man dem Lieferanten mitteilen möchte. Diese Informationen werden nicht automatisch an den Lieferanten gesendet. POs können aber als PDF exportiert werden, das als physische Kopie an den Lieferanten gesendet oder per E-Mail oder über einen Dateifreigabedienst wie Google Drive freigegeben werden kann.

Lieferanteninformationen (wie Adresse, E-Mail, Telefon usw.) können nur beim Erstellen eines Bestellentwurfs bearbeitet werden. Ebenso kann ein neuer Lieferant nur auf der Entwurfsseite hinzugefügt werden; es gibt aber keine spezielle Seite zur Erstellung von Lieferanten.

Workaround oder unsere Free Stocky App vielleicht?

Man kann das jedoch mit Apps wie Thrive oder Stocky schnell lösen (ist unsere hauseigene Free App für Shopify POS).

Du könntest vielleicht auch das HTML der E-Mail an deinen Supplier so bearbeiten dass ein Variable Filter eingebaut wird der diese Daten zieht.


Hast du weitere Fragen zum Shop? Gebe einfach ein Suchbegriff oben in der Suchleiste der Community Landingpage ein, denn das Thema haben wir sehr wahrscheinlich schon besprochen. Halte bitte Ausschau in deiner E-Mail auf Notifications zu Antworten auf deine Fragen in der Community.

Hallo,

ich brauche dieses Feld: Lieferanten-SKU auch zwingend.

Es ist unglaublich, dass Shopify dies nicht anbietet.

Ich möchte gerne zu Shopify migrieren aber ohne Lieferanten-Bestellnummer ist der Zeitaufverlust enorm.

Schade.

Falls noch jemand eine Idee hat, bitte melden.

Vielen Dank

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Hey @FFGra

Vielleicht gibt es Workarounds, die dir helfen könnten, deine Lieferanten-SKUs effizienter in die Bestellungen zu integrieren - wo ein Wille da ein Weg! :flexed_biceps:

Wenn du es selber programmieren möchtest dann bitte immer in einer Themekopie/Testumgebung zuerst testen und zusammen mit einem Experten/Programmierer. Du kannst ein Backup deines Themes erstellen, bevor man den Code bearbeitet, oder den Code wiederherstellen, falls dies nötig sein sollte. Du könntest auch einen unserer Experten engagieren indem du denen eine E-Mail rüberschießt. Unsere Experten antworten meist sehr schnell.

Wenn du also Zugang zu einem Entwickler hast, könntest du die HTML-E-Mail-Vorlagen in Shopify anpassen. Dabei könntest du einen speziellen Liquid-Filter einbauen, der die Lieferanten-SKU aus den Produktdaten zieht und sie in die Bestell-E-Mails einfügt. Um die Lieferanten-SKU (Supplier SKU) aus den Produktdaten in deine Bestell-E-Mails einzufügen, muss sie in deinem Shopify Produktstamm gespeichert sein. Wenn sie als Metafeld oder als Teil der Produktvarianten-Daten gespeichert ist, solltest du sie mit Liquid abrufen können. Die Art und Weise, wie du auf die Lieferanten-SKU zugreifst, hängt davon ab, wie und wo sie im System gespeichert ist.

Hier eine FOR-Loop in deiner E-Mail Vorlage für wenn die Lieferanten-SKU in einem Metafeld gespeichert ist:

{% for line_item in order.line_items %}
  {% if line_item.product.metafields.your_namespace.your_key %}
    Lieferanten-SKU: {{ line_item.product.metafields.your_namespace.your_key }}
  {% endif %}
{% endfor %}

Hierbei ist your_namespace und your_key durch die tatsächlichen Namen deines Metafeld-Namespace und -Schlüssels zu ersetzen.

Wenn die Lieferanten-SKU in den Variantendaten gespeichert ist:

{% for line_item in order.line_items %}
  Lieferanten-SKU: {{ line_item.variant.sku }}
{% endfor %}

Dies setzt voraus, dass, wie gesagt, die Lieferanten-SKU in dem SKU-Feld der Produktvariante gespeichert ist.

Es gibt auch mehrere Apps im Shopify App Store, die darauf spezialisiert sind, die Bestellverwaltung und -automatisierung zu verbessern. Apps wie Thrive oder Stocky könnten in der Lage sein, die Lieferanten-SKUs automatisch in deine Bestellungen zu integrieren. Diese Apps bieten oft zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten, die über die Standardfunktionen von Shopify hinausgehen.

Wenn die vorhandenen Apps deine Anforderungen nicht erfüllen, könntest du die Shopify API verwenden, um eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln. Über die API kannst du auf die Produktdaten zugreifen und die benötigten Informationen in deine Bestellprozesse integrieren. Dies erfordert jedoch technisches Know-how oder die Unterstützung durch einen Entwickler.

Dann kann man mit unserer Shopify Flow App und unsere Webhooks ggf. lösen. Die Shopify Flow App bietet eine leistungsfähige Möglichkeit, automatisierte Workflows zu erstellen, die auf bestimmte Ereignisse in deinem Shopify-Shop reagieren. Um dein spezifisches Problem mit den Lieferanten-SKUs zu lösen, könntest du Shopify Flow zusammen mit Webhooks nutzen. Hier ist eine mögliche Vorgehensweise:

Erstellung eines Webhooks:

  • Gehe zu deinem Shopify Admin-Bereich und navigiere zu “Einstellungen” > “Benachrichtigungen”.
  • Scrolle nach unten zum Abschnitt “Webhooks” und erstelle einen neuen Webhook.
  • Wähle das Ereignis, das den Webhook auslöst. In deinem Fall wäre das wahrscheinlich “Bestellung erstellt” oder ein ähnliches Ereignis.
  • Gib die URL an, an die der Webhook gesendet werden soll. Diese URL wird zu deinem Server oder einem von dir gewählten Dienst führen, der die Daten verarbeitet.

Einrichtung eines externen Servers oder Dienstes:

  • Du benötigst einen Server oder einen Dienst (wie Zapier, Integromat etc.), der den Webhook empfangen und verarbeiten kann.
  • Der Server oder Dienst sollte so konfiguriert werden, dass er die Bestelldaten empfängt und dann die benötigte Logik anwendet, um die Lieferanten-SKU aus den Bestelldaten zu extrahieren.

Verarbeitung der Webhook-Daten:

  • Wenn der Webhook empfangen wird, sollte dein Server/Dienst die Bestelldaten analysieren und die Lieferanten-SKUs für die bestellten Produkte extrahieren.
  • Anschließend kannst du diese Daten verwenden, um eine angepasste Bestellung oder Kommunikation mit dem Lieferanten zu erstellen.

Integration mit Shopify Flow:

  • In Shopify Flow kannst du nun einen Workflow erstellen, der auf das Ereignis “Bestellung erstellt” reagiert.
  • Der Workflow könnte so eingestellt werden, dass er eine Aktion auslöst, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind – zum Beispiel das Senden einer Benachrichtigung oder das Ausführen weiterer Schritte, die mit deinem externen Server oder Dienst verbunden sind.

Testen und Optimieren:

  • Teste den gesamten Prozess sorgfältig, um sicherzustellen, dass die Webhooks korrekt ausgelöst werden und die Datenverarbeitung wie gewünscht funktioniert.
  • Optimiere bei Bedarf den Workflow, um sicherzustellen, dass alles reibungslos und effizient

Plattformen wie Zapier oder Integromat ermöglichen es, verschiedene Dienste und Anwendungen miteinander zu verbinden. Du könntest solche Dienste nutzen, um einen Workflow zu erstellen, der automatisch die Lieferanten-SKUs in deine Bestellungen einfügt, sobald eine Bestellung in Shopify erstellt wird. Als vorübergehende Lösung könntest du auch eine Excel- oder Google Sheets-Vorlage erstellen, die du manuell mit den Daten aus deinen Shopify-Bestellungen füllst. Dies ist zwar nicht ideal, kann aber helfen, den Prozess zu beschleunigen, bis eine automatisierte Lösung gefunden ist.

Es ist wichtig zu bedenken, dass jede dieser Lösungen Vor- und Nachteile hat und möglicherweise eine gewisse technische Einrichtung erfordert. Aber mit der richtigen Anpassung oder App kannst du den Prozess der Einbindung der Lieferanten-SKUs in deine Bestellungen sicherlich effizienter gestalten.