@DERFRAGENMANN
leider war das aus deinen Fragen oben nicht ganz klar und deswegen haben Finer und ich generelle Tipps zur Steuerüberschreibung abgegeben. Wie gesagt, Leitfäden zum Thema “doppelte Versandsteuer” usw. gibt es viele hier in der Community und derzeit kann man nur eine Steuerüberschreibung für den Versand einpflegen. Einen Workaround gibt es derzeit nicht und das wirst du auch aus den Leitfäden entnehmen können.
Unser Experte Guido Michele sagt auch folgendes zu diesem Thema im oben verlinkten Beitrag:
Das eigentliche “Übel” an dem Sachverhalt, ist ja nicht, dass der Kunde empfindet zu viel bezahlt zu haben, denn die Versandkosten werden im Shop inkl.MwSt angegeben.
Bei einem Inklusive Mehrwertsteuer Preisen bleiben 4.90€ immer 4.90€, egal wieviel der enthaltenen MwSt zu 7% oder 19% sind.
Für Endkunden muss die enthaltene MwSt auch nicht gesondert auf der Rechnung ausgegeben werden, es reicht der Hinweis, dass die gesetzliche MwSt enthalten ist.
das eigentliche Problem für den Shop Betreiber:
Es entsteht der Sachverhalt der Überzahlung an Steuern, wenn der Warenkorb Produkte mit reduzierter Steuer enthält, jedoch 19% auch für diese Produkte abgeführt wird.
Bleiben wir bei 4.90€. Das sind 4.12 € + 0.78 € enthaltener 19% MwSt.
Enthält der Warenkorb jetzt jedoch zur Hälfte Produkte mit ermässigtem Steuersatz zu 7% müsste man nach Steuerrecht nur 0.56€ an Steuern abführen (bei Warenkorb 50/50 - 7% / 19%)
Man hat also in diesem Beispiel 0.22€ Überzahlung geleistet.
Durch eine Anpassung des Rechnungs-Template kann man, obwohl das Gesetz dies nicht verlangt,
die enthaltene MwSt der Versandkosten auf der Rechnung ausgeben und so dann buchhalterisch zu 7% und 19% buchen. Eine Überzahlung wird so also vermieden. das Total der Rechnung ändert sich wie schon beschrieben hierdurch nicht. Es verschieben sich nur die in der Gesamtsumme enthaltenen Posten geringfügig. Der zu viel ohne Rechnungsanpassung geleistete Betrag erhöht den Umsatz geringfügig als Nebeneffekt.
Das dies möglich ist, liegt an dem Sachverhalt, dass auch bei sich veränderter enthaltener Mehrwertsteuer bei inklusive Preisen sich die Gesamtsumme einer Rechnung nicht verändert.
Ehrlich gesagt sehe ich Shopify hier in einer schwierigen Lage dies unkompliziert für die Shop Betreiber für Deutschland zu ändern.
Versandkosten sind für Endkunden inkl.MwSt Preise, in der Regel Pauschalen.
Dies würde heissen, dass es eine Pauschale von/bis geben müsste, die dem Kunden mitgeteilt wird in der Versandkosten, darauf hinweisend, dass diese sich nach dem Anteil an Produkten zu 7% und 19% im Warenkorb richtet.
Unsere Versandkosten:
4.40€ bis 4.90 inkl.MwSt je nach Anteil der Produkten im cart zu 7 und 19% ?
Zumal die Transportkosten Pauschale in der Regel nicht den realen Kosten des Versandes entspricht, welche ja neben den tatsächlichen Versandgebühren auch zB Verpackungskosten enthalten.
Das zur Verfügung stellen eines Transportkosten Objekts in der Order API, welches als Ergebnis eine Liste übermittelt mit den anteilig in den Transportkosten enthaltenen MwSt wäre meiner Meinung nach völlig ausreichend, um diese Werte nicht umständlich über andere Werte die in der API zur Verfügung stehen ermittelt zu müssen.
- Guido bietet diese Änderung am Rechnung-Template an, mit Anbindung zu Order Printer und Order Printer pro.
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