Kategorisierung der Produkte - Tags, Produkt- und Kategorie-Metafelder

Hallo,
ich habe lange im Shopify-Hilfebereich versucht, eine Antwort zu finden, aber leider komme ich nicht weiter. Im Gegenteil, je mehr ich lese, desto verwirrender wird es teilweise..
Ich biete in meinem Onlineshop u.a. Lebensmittel an. Diese will ich zum Einen in Kollektionen kategorisieren, z.B. nach Typ oder auch nach Ernährungsformen wie “vegan”. Das hat auch problemlos mit Hilfe von Produkt-Tags funktioniert, die ich dann automatisiert Kollektionen zugeordnet habe.

Zum Anderen möchte ich mit Hilfe der shopify Search&Discovery App die Möglichkeit zur Filterung der Produkte anbieten. Beispielsweise nach Kriterien wie “vegan” oder “laktosefrei”. Mit Produkttags habe ich das nicht hinbekommen. Offenbar muss ich zusätzlich Metafelder mit den entsprechenden Angaben definieren.
Mir ist nur nicht ganz klar, ob ich hier Produkt- oder Kategorie-Metafelder verwenden sollte bzw. was es mit dem Metaobjekten auf sich hat. Testweise hat es mit Produkt-Metafeldern auch funktioniert. Aber so wie es das shopify-System vestehe, sind hier Kategorie-Metafelder wohl sinnvoller? Damit habe ich es leider nicht hinbekommen.

Außerdem möchte ich mir langfristig gern unnötige Arbeit ersparen. Bisher habe ich nur einige Dutzend Produkte eingepflegt, um zuerst einmal eine Systematik aufzubauen. Später wird der Katalog auf mehrere Hundert Produkte erweitert. Nach der jetzigen Systematik müsste ich für jedes einzelne Produkt unzählige Merkmale auswählen und das dann auch doppelt, einmal als Produkt-Tag für die Kollektionen und ein weiteres mal dieselben Merkmale als (Produkt-)Metafeld für die Filterfunktion. Wie lässt sich das am sinnvollsten in meinem Anwendungsfall vereinfachen? Wäre es besser, ganz auf Tags zu verzichten und auch die Kollektionen anhand von Metafeldern zusammenzustellen?

Ich bin für jede Hilfe dankbar!

Hallo @Woody1905 ich mache das über Tags und funktioniert alles einwandfrei. Würde es so machen wie es für dich besser ist.

Gruß Markus

Tags sind gut für das einfache und top-level Filtern und geben auch mehr Kontrolle im Frontend Search. Aber Metafelder bieten mehr Struktur und Flexibilität als Tags. Man kann z. B. spezifischere und validierte Werte erstellen (wie Checkboxen, Dropdowns oder Textfelder), sprich, konsistentere und weniger fehleranfällige Werte, auch ideal für Filterfunktionen in der Search & Discovery App, wo Tags nicht direkt unterstützt werden.

Verwende Produkt-Metafelder, um Attributes wie “vegan”, “laktosefrei” oder andere Ernährungsformen zu definieren und erstelle für jedes Attribut (z. B. “vegan”, “laktosefrei”) ein separates Metafeld im Produkt. Die gleichen Metafelder dann für deine “Smart” Collections verwenden mit dem neuen Smart Collections Metafelder Feature.

Aber für deinen Use-Case (Filterung und Kollektionen), sind Produkt-Metafelder wahrscheinlich sinnvoller, da sie sich direkt auf das einzelne Produkt beziehen. Beispielsweise möchtest du angeben, ob ein Produkt vegan ist was eine spezifische Eigenschaft eines einzelnen Produkts ist. Du kannst auch einer Kollektion wie „Vegan“ ein Metafeld hinzufügen, das eine Beschreibung oder bestimmte Filtervorgaben enthält, was aber als Zusatz und nicht als Ersatz für Produkt-Metafelder zu sehen ist.

Oder eine CSV-Datei mit Produkten exportieren, die Metafeld-Werte hinzufügen und die Datei erneut importieren. Oder Apps wie Matrixify oder Metafields Guru die Bulk-Bearbeitung oder automatisierte Zuweisung von Metafeldern basierend auf Produktdaten ermöglichen.

Danke für eure Hilfe!

Ich denke, ich werde es so umsetzen, dass ich Produkt-Metafelder nutze. Sowohl für die Suchfunktion als auch für die Kollektionen. Dann benötige ich die (aus dieselben Eigenschaften verweisenden) Tags gar nicht und kann sie weglassen.

Es war für mich u.a. auch deshalb verwirrend, weil es ja von Shopify vorgefertigte Metaobjekte bzw. Metaobjektdefinitionen wie “Ernährungsgewohnheiten” schon gibt, in denen ich dann u.a. “vegan”, “laktosefrei” usw. auswählen kann. Eigentlich - fast - genau das was ich gesucht habe. Leider fehlen aber einige Ernährungsgewohnheiten wie “fruktosefrei”, die ich auch nicht manuell hinzufügen konnte. Das wollte ich ursprünglich manuell nachbauen mit den von mir benötigten Inhalten. Das habe ich nicht hinbekommen. Aber wahrscheinlich verkompliziere ich es damit nur. Mit Produkt-Metafeldern funktioniert es wunderbar, also setze ich es nun so um.

Vielleicht eine Rückfrage noch (@Ben310): Du schreibst “erstelle für jedes Attribut ein separates Metafeld im Produkt.”

Ich hätte es jetzt eher so gemacht, dass ich nur ein Produkt-Metafeld erstelle und in diesem als einzeiliger Text eine Werteliste erstelle, die alle benötigten Attribute enthält. Anschließend würde ich bei jedem Produkt alle passenden Attribute auswählen.

Wie ist dein vorgeschlagenes Vorgehen gemeint?

Grüße,

Woody

Eine Werteliste mit allen benötigten Attributen (wie “vegan”, “laktosefrei”, “fruktosefrei” usw.) zu erstellen, ist kein schlechter Ansatz. Erstelle vielleicht ein einziges Produkt-Metafeld mit dem Typ Mehrfachauswahl (Liste). Beispiel: Metafeld Ernährungsgewohnheiten mit einer vorab definierten Liste (z. B. “vegan”, “laktosefrei”, “fruktosefrei”). Bei jedem Produkt wählst du dann aus, welche der vorgegebenen Optionen zutreffen. Wenn du später weitere Eigenschaften hinzufügen möchtest (z. B. “glutenfrei”), einfach die Werteliste erweitern. Beachte das Filterungen und Abfragen könnten bei komplexen Bedingungen etwas eingeschränkter sein, da alle Eigenschaften in einem einzigen Feld sind.

ODER du erstellst für jedes Attribut ein eigenes Metafeld, z. B. vegan (Typ: Checkbox oder Boolean), laktosefrei (Typ: Checkbox oder Boolean), und fruktosefrei (Typ: Checkbox oder Boolean). Bei jedem Produkt die Checkbox für jedes Attribut, das zutrifft setzen. Komplexere Bedingungen dürften hier auch einfacher umzusetzen sein. Beispiel: Du möchtest alle Produkte filtern, die sowohl vegan als auch laktosefrei sind, aber nicht fruktosefrei. Jederzeit auch neue Metafelder hinzufügen, ohne bestehende Datenstrukturen zu ändern.

Danke!

Ich werde es jetzt als Werteliste umsetzen. Das klappt mit der Search&Discovery-App am Besten. Mehrfachauswahl (vegan UND fruktosefrei) sind damit möglich.

Ein Problem habe ich nun noch damit, dass einige Produkte Varianten haben (unterschiedliche Geschmacksrichtungen), die sich teilweise in den Inhaltsstoffen unterscheiden, bspw. ist nur eine von vier Varianten fruktosefrei. Über Varianten-Metafelder scheint es nicht zu funktionieren, da ich in der Search& Discovery-App einem Filter nur entweder Produkt-Metafelder ODER Varianten-Metafelder zuweisen kann.

Wahrscheinlich bleibt mir nur, in der Produktbeschreibung darauf hinzuweisen, auf welche Variante sich die Eigenschaft z.B. “fruktosefrei” bezieht. Birgt halt die Gefahr von Missverständnissen. Alternativ die Variante als separates Produkt anlegen, was aber die Übersichtlichkeit in der Produktauswahl verschlechtert (und den Aufwand beim Anlegen der Produkte erhöht). Bin mir noch nicht sicher, was die kundenfreundlichere Alternative wäre..

Woody

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