Hey @ChrisEnd
Lass uns nochmal den ganzen Flow und die Logik eines Exress Checkouts durchgehen. Der Express Checkout und Digital Wallet ist im grossen und ganzen ein Purchase Flow den wir mehr aus dem Englischsprachigen Raum kennen, wie GB, USA, und CA, und weniger aus dem deutschen Raum, und daher wird dieser öfters mit etwas Skeptik sowohl bei deutschen Online Shopinhaber als auch bei den deutschen Verbraucher angesehen.
Der Flow ist der folgende:
- Produkt wird auf der Produktseite oder der Cartseite zum PayPal Digital Wallet per einem “
direct_to_offsite” ist.
- Da werden die Daten des Kunden gesammelt und wieder per einem “
redirect_to_onsite” zurück zum Shopify Checkout geleitet.
- Der Shop Checkout kann ja nur die Angaben in die Checkout Felder ein-populaten die PayPal zurück sendet.
- Es gibt beispielsweise das Problem wenn man zu Paypal weitergeleitet und aufgefordert wird, NUR die Produktkosten zu genehmigen.
- Du bestätigst die Zahlung, kehrst zu Shopify zurück, wählst den Versand aus und klickst auf Bestellung bestätigen.
- Paypal lehnt die Bestellung dann manchmal ab, da die vom Nutzer autorisierte Zahlung nicht mehr übereinstimmt, da die Versandkosten in Shopify hinzugefügt wurden.
Ein Kernproblem bei der Verwendung vom PayPal Digital Wallet in Shopify ist also, dass die Versandkosten erst berechnet werden, nachdem der Kunde zu PayPal weitergeleitet wurde und zurückkehrt, um den Versand auszuwählen. Dies kann zu Abweichungen zwischen der vom Kunden autorisierten Zahlung und dem endgültigen Bestellbetrag (einschließlich Versandkosten) führen. In einigen Fällen kann dies dazu führen, dass PayPal die Zahlung ablehnt.
Bitte beachte aber dass diese Situation die Ausnahme ist. Globale Daten zeigen, dass Bestellungen die mit PayPal bezahlt werden, in den meisten Fällen eine reibungslose Payment Experience den Kunden anbieten.
Kann man im Internet lesen:
Eine Studie unter US-Bürgern ergab, dass 24 Prozent der Kunden den Bestellvorgang abbrechen, weil sie ein Konto erstellen müssen, 18 Prozent, weil sie den Bestellvorgang als zu lang oder zu kompliziert empfinden, 17 Prozent, weil sie einer Website ihre Kreditkartendaten nicht anvertrauen, und 7 Prozent, weil es nicht genügend Zahlungsmöglichkeiten gibt. Diese Gründe für Kaufabbrüche bringen es auf den Punkt, was Online-Merchants bei der Gestaltung eines optimalen Kauf- und Zahlungserlebnisses für deren Kundschaft beachten müssen.
Digital Wallets wie PayPal, Apple Pay, und Google Pay bieten Funktionen, mit denen der Zahlungsvorgang sehr stark optimiert werden kann. Wenn du deinen Kunden eine nahtlose Kaufabwicklung und mehrere Zahlungsoptionen anbietest, kann das zu niedrigeren Abbruchraten führen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Kaufvorgang abbrechen, ist dann geringer, wenn ihre bevorzugten Zahlungsmittel zur Verfügung stehen. Wir wissen auch beispiweise dass Gen-Z viel lieber mit den Digital Wallets zahlen.
Wenn du Abbrüche aufgrund PayPal erlebst, lass uns hier die genauen Use-Cases wissen und gerne können wir die näher
!
Die Situation in Deutschland
Die Threads zum Thema “Express Checkout bitte ganz entfernen denn es verwirrt die Kunden” gehen hier in der Community bereits mehrere Jahre zurück und es ist bis heute ein Thema, dass die Leute, hauptsächlich in Deutschland, in zwei spaltet. Hier ist z. B. ein Thread der dir hilft den PayPal Button auszublenden.
Eine weitere Lösung, wie oben bereits vorgeschlagen wurde, ist die Kunden darüber zu informieren, dass es bei der Verwendung von PayPal Express Checkout diesen Zwischenschritt gibt, bei dem sie zur PayPal-Seite weitergeleitet werden, um dort ihre Kreditkarteninformationen und Rechnungsadresse einzugeben, bevor ihnen die verfügbaren Versandarten angezeigt werden. Dies könnte durch eine Informationsseite und einen Link in der Fußzeile deines Shops kommuniziert werden. Eine Infografik auf der Homepage könnte ebenfalls helfen, den Ablauf klar darzustellen.
Eine andere Lösungsmöglichkeit wäre, die Versandkosten in die Produktkosten zu integrieren, um so zu einem festen Bestandteil jedes Produkts zu machen, was allerdings zu höheren Produktpreisen in Plattformen wie Google Shopping führen könnte. Eine Custom Solution, die den Checkout-Prozess so ändert, dass die Versandkosten vor der Weiterleitung zu PayPal berechnet werden, könnte ebenfalls eine Option sein, erfordert aber eine komplexe individuelle Entwicklung.
Es gibt auch Shopify Apps wie “Advanced Shipping Rules” oder “Better Shipping”, die mehr Kontrolle über die Versandkosten und deren Berechnung ermöglichen. Allerdings können dabei zusätzliche Kosten anfallen.