PPWR (EU-Verpackungsverordnung) gilt ab 12. August — seid ihr bereit?

Hallo zusammen,

die EU-Verpackungsverordnung (Regulation (EU) 2025/40) tritt am 12. August in Kraft — also in 10 Tagen. Sie gilt für alle, die Waren in der EU in Verkehr bringen, auch Onlineshops.

Ich habe einen kostenlosen 2-Minuten-Check gebaut, der zeigt, was auf euren Shop zukommt (DE/FR/IT/NL):
https://smoke-deploy-mu.vercel.app

Seid ihr schon bei LUCID registriert? Habt ihr euch mit den neuen Anforderungen beschäftigt?

Kleiner Hinweis: Die LUCID-Registrierung ist nichts Neues. Sie besteht in Deutschland bereits seit einigen Jahren und ist für Unternehmen verpflichtend, die erstmals mit Ware befüllte Verpackungen an private Endverbraucher in Deutschland in Verkehr bringen.

Von der neuen EU-Verpackungsverordnung sind grundsätzlich Hersteller, Importeure, Händler und damit auch viele Onlineshops betroffen, sofern sie Verpackungen in der EU in Verkehr bringen. Ziel der Verordnung ist es, Verpackungsmüll zu reduzieren, Recycling zu fördern und die Anforderungen innerhalb der EU zu vereinheitlichen.

Wer bereits bei LUCID registriert ist und seine Verpackungen über ein duales System lizenziert, erfüllt damit nicht automatisch alle künftigen Anforderungen. Es lohnt sich daher, die neuen Regelungen frühzeitig zu prüfen – insbesondere, wenn ihr international verkauft oder Verpackungen selbst gestaltet bzw. in Verkehr bringt.

Hier ist gut wer Beraten ist.

Beste Grüße

Rafael von Muthwerk.de Agentur

Hallo @rainline ,

Vielen Dank, dass du diesen Hinweis und den kostenlosen Check mit der Community teilst.

Mit dem Inkrafttreten der neuen EU-Verpackungsverordnung ist es für Händler, die Waren in der EU verkaufen, auf jeden Fall sinnvoll, ihre Verpackungspflichten rechtzeitig zu überprüfen. Gerade kleinere Unternehmen konzentrieren sich oft auf die Produktvorschriften und übersehen dabei die Anforderungen rund um Verpackungen.

Wichtig ist auch zu beachten, dass neben den EU-weiten Vorgaben je nach Zielland zusätzliche Registrierungs- oder Meldepflichten gelten können. Deshalb lohnt es sich, die jeweiligen nationalen Anforderungen ebenfalls zu prüfen.

Es wäre interessant zu hören, wie sich andere Händler darauf vorbereiten. Habt ihr euch bereits bei LUCID registriert oder andere Maßnahmen im Hinblick auf die neue Verordnung umgesetzt?

Wenn meine Antwort hilfreich war, markiere sie gerne als akzeptierte Lösung, damit sie auch anderen Händlern weiterhelfen kann.

Danke !

Danke, das ist hilfreich.

Aus Ihrer Praxis mit kleineren Online-Shops: Wo entsteht aktuell mehr echter Aufwand — bei EPR/LUCID und den länderspezifischen Pflichten oder bei der technischen Dokumentation/Nachweisen für einzelne Verpackungstypen?

Und an welchem Punkt bleiben kleine Händler am häufigsten hängen?

@YukiHastma

Das ergibt sich, da Sie die Verpackungsarten, bzw auch dessen Mengen einzeln angeben Müssen bei Lucid.

Von daher ist das “Ein Schritt”…

Melden Sie sich gerne fals sie noch Fragen haben.

Beste Grüße

Rafael von Muthwerk.de

Was in solchen Threads meistens durcheinandergeht: Registrierung/Lizenzierung und Shop-Technik sind zwei getrennte Baustellen.

LUCID-Registrierung und die Lizenzierung über ein duales System passieren komplett außerhalb von Shopify — da ist am Shop technisch nichts zu tun. Was dagegen im Shop landet, sind Angaben, die am Produkt hängen. Und dafür lohnt sich jetzt eine Vorarbeit, die unabhängig davon sinnvoll ist, wie die Details am Ende ausgelegt werden:

Legt die Verpackungsangaben als Metafelder am Produkt an, nicht als Text im Beschreibungsfeld. Also z. B. Verpackungsmaterial, Gewicht, Rücknahme- oder Entsorgungshinweis je als eigenes Feld. Der Unterschied wird spätestens dann relevant, wenn eine Angabe für hunderte Produkte geändert werden muss: Metafelder pflegst du per CSV oder Bulk-Editor in Minuten, Fließtext in Produktbeschreibungen musst du einzeln anfassen. Und die Ausgabe im Theme baust du einmal — danach ist jede neue Pflichtangabe eine Datenpflege statt eines Theme-Umbaus.

Zweiter praktischer Punkt: wenn ihr international verkauft, prüft die Ausgabe pro Markt. Mit Shopify Markets hängen Sprache und teilweise Inhalte am Markt — Angaben, die ihr nur im deutschen Theme-Block ausgebt, fehlen im Zweitmarkt lautlos.

Zur Einordnung: Ich bin kein Anwalt, das ist keine Rechtsberatung. Was davon für euch gilt, klärt ihr mit Anwalt oder Händlerbund — ich beschreibe nur, wie man es technisch so aufsetzt, dass die Antwort später ohne Umbau umsetzbar ist.