Shopfiy und Differenzbesteuerung in DE

Topic summary

Hauptthema: Umsetzung der Differenzbesteuerung in Shopify für den deutschen Markt

Mehrere Händler verkaufen gebrauchte Waren (Designobjekte, Textilien, Second-Hand-Kleidung) und müssen die Differenzbesteuerung gemäß § 25a UStG anwenden. Dabei wird die Mehrwertsteuer nur auf die Differenz zwischen Ein- und Verkaufspreis berechnet, darf aber nicht explizit auf Rechnungen ausgewiesen werden.

Technische Herausforderungen:

  • Im Checkout wird trotz “Steuern nicht erheben”-Einstellung die MwSt. angezeigt
  • Bei gemischten Warenkörben (neue + gebrauchte Artikel) fehlt eine saubere Lösung
  • Der gesetzlich vorgeschriebene Passus “Dieser Artikel unterliegt gem. § 25a UStG der Differenzbesteuerung…” muss produktspezifisch erscheinen

Vorgeschlagene Workarounds:

  • Produktkategorien mit 0% Steuern für differenzbesteuerte Artikel anlegen
  • Vendor Field nutzen, um den rechtlichen Hinweis produktspezifisch einzufügen
  • Separate EK/VK-Listen für den Steuerberater führen
  • Rechnungs-Apps wie Order Printer Templates für korrekte Darstellung verwenden
  • Steuerüberschreibungen für Produktkategorien einrichten

Status: Die Diskussion bleibt offen. Mehrere Links zu älteren Beiträgen funktionieren nicht mehr. Nutzer kritisieren, dass Shopify für EU-rechtliche Anforderungen (DSGVO, Differenzbesteuerung) unzureichend vorbereitet ist.

Summarized with AI on November 4. AI used: claude-sonnet-4-5-20250929.

Hey @paultheperry @Erzwo @r8r

Noch einen möglichen Workaround hätte ich: alle Produkte, die so gleich viel kosten und die gleiche Gewinnspanne haben, in einer manuelle Kategorie einpflegen und eine Steuerüberschreibung einrichten, die nur die Gewinndifferenz besteuert. Verwende dann eine Rechnungs-App, um diese Steuerposition in der Rechnung hinzufügt:

Da die Steuer ein Prozentual ist und Shopify von Haus aus mit Netto- und Bruttopreise arbeitet, muss sie so eingerichtet werden, dass sie je nach Produktpreis und Gewinn unterschiedlich ist.

Die Steuer inkl. im Preis (Brutto) wird wie folgt vom System berechnet:

MwSt. = (Tax Rate X Preis) / (1 + Tax Rate)

Beispiel anhand 7% mit einem Buch das brutto €5 kostet:

  • MwSt. = (0,07 X €5) / (1 + 0,07) = €0,35 / 1,07 = €0,33
  • Netto Preis ist = €5 - €0,33 = €4,67

Um dies zu umgehen, muss man eine Überschreibung einrichten. Beispiel: Alle Artikel, die €10 kosten und deren Gewinn €2 beträgt, müssen sich in der vorher angedeuteten manuellen Sammlung befinden. Anschließend richtet man eine Überschreibung für diese Sammlung ein, damit die richtige Steuer abgezogen wird. Man muss also genau abschätzen, was man auf die €10 an Steuer setzen muss, wenn es letztendlich nur die Gesamtsteuer für den Profit €2 sein soll. Es wird jedoch nur eine Zeile an der Kasse geben.

Anders wird es nicht gehen, wenn es darum geht, wie viel Steuern von was abzuziehen sind. In Shopify kann man eine Steuer auf Kopfebene einrichten, die z. B. 16% beträgt. Hier kann man auch Überschreibungen einrichten, sodass für einige manuelle Kategorien eine ganz andere Steuer erhoben wird. Es ist derzeit nicht möglich, es so einzurichten, dass die Steuer nur zu einem anderen Preis abgezogen wird, als man im Produkt und auf der Produktseite eingerichtet haben. Wenn man eine Tasche für €100 verkauft, bedeutet dies, dass die Steuer inkl. im €100 Bruttopreis enthalten ist. Und nicht beispielsweise €50, wenn das der Einkaufspreis war.

Hier wäre ggf. eine Excel-Spreadsheet hilfreich wo die Produktpreise und deren Gewinnmargen und Steuer eingepflegt sind - weil es für jeden Artikel so unterschiedlich ist, wird die Steuer nie wirklich gleich sein. Um den Kunden über den Gewinn zu informieren, kann man wie gesagt die Apps von oben verwenden und damit die Rechnungen versenden. Es gibt also kein Produkt, das zum gleichen Preis verkauft wird und den gleichen Gewinn erzielt. Daher muss man für jedes Produkt eine eigene manuelle Kategorie einrichten mit Steuerüberschreibungen.

VG,