Trinkgeld Option von Shopify ist im deutschen Recht so nicht anwendbar?

Topic summary

Zentrales Thema: Die Shopify-Tippfunktion weist in Deutschland auf Trinkgelder keine Umsatzsteuer (MwSt.) auf Rechnungen aus, obwohl Trinkgeld an Unternehmer grundsätzlich als Betriebseinnahme gilt und damit umsatzsteuerpflichtig sein kann.

Standpunkte und Folgen:

  • Händlerseite: Verweist auf Quellen, fordert rechtssichere Ausweisung der MwSt. je Bestellung; warnt vor Risiko der Steuerhinterziehung. Einige deaktivieren die Funktion oder mussten Rechnungen stornieren/neu ausstellen.
  • Shopify (Support): Sieht „Tips“ als freiwillige Zahlungen/Spenden; weltweit nicht als steuerpflichtigen Umsatz behandelt. Feature-Request zur Besteuerung ist an Entwickler und Rechtsabteilung weitergeleitet, Termin offen; empfiehlt Steuerberater, Workarounds oder Drittanbieter-Apps. Sufio kann mangels Shopify-Steuerdaten nicht helfen.
  • Kontroverse: Händler betonen klare Steuerpflicht für Unternehmer (auch online) und verlangen native Lösung oder Deaktivierung in DE. Shopify betont unklare Online-Spezifika, bleibt bei globalem Handling.

Workarounds/Apps:

  • Tip-Apps (z. B. Tip Jar) als besteuerbares Produkt.
  • pathway solutions: behauptet gelöste Umsetzung mit eigenem Rechnungs-/Buchhaltungstool; zwei Modi (als Trinkgeld ausgewiesen bzw. als zusätzlicher Umsatz mit 7/19 %). Bereits >30 Kunden; Demo angeboten.

Status: Keine native Shopify-Lösung verfügbar; Diskussion offen. Empfohlen: Steuerberatung, ggf. Drittanbieter-Lösung; Kontakt legal@shopify.com.

Summarized with AI on January 4. AI used: gpt-5.

@papillon121

Es wurden diese Anforderungen bereits an unsere Entwickler hochgeschickt und etwas ist in der Pipeline, ggf. wird angesagt auf der Shopify Unite. Ob und wann kann ich leider nicht sagen. Das könnte dann so aussehen:

In der Zwischenzeit gibt es Workarounds wie die Tip Jar App. Die App-Entwickler erwähnen auf ihrer Website, dass sie gerne Anpassungen an ihrer App für Händler ausführen und man kann sie direkt unter diesem Link kontaktieren. Anonsten, kann man die Steuern auch manuell von den Trinkgeldern abziehen, die man in der Zwischenzeit für Bestellungen kassiert hat.

Noch eine Zwischenlösung könnte sein, eine Produkt -Steuerüberschreibung zu erstellen, die einen bestimmten Steuersatz zu deinem Produkt hinzufügen würde, sobald es zu einer manuellen Kategorie hinzugefügt wurde. Auf diese Weise könntest du den Steuersatz für Tipps im Steuersatz für die Produkte in der Kategorie hinzufügen, aber, wie gesagt, dies am besten zuerst mit deinem Steuerberater besprechen, um zu überprüfen, ob es eine passende Lösung wäre.

Man kann auch ein nicht-physisches Produkt namens Trinkgeld erstellen. Dann die Varianten für jeden Nennwert festlegen und die Option Steuern für dieses Produkt berechnen auf JA setzen. Und dann diesen YouTube Cart-Permalink Tutorial folgen, um Links zu erstellen, die automatisch Produkte zum Warenkorb hinzufügen. Diese Links kann man dann als Hyperlinks auf den Produktseiten verwenden, so dass die Kunden das nur noch anklicken müssen, welche bestimmte Trinkgeld-Stückelung sie geben wollen.

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