Hey @Industryfy @anheis @mitschuh @PB79
Danke für die Shop URL @Industryfy , und das habe ich jetzt mal von der Perspektive des Users angeschaut und folgendes ist mein Tipp dazu.
Es geht hier um mehr als das simple “Users wählen die falsche Versandart aus”, sprich, es geht hier darum, wie du als Shop Besitzer dein Shop gestaltet/designed hast von einem UX Standpunkt.
Es ist immer gut die “Principles of UX Design Thinking” anzuwenden im Design des eigenen Shops, sprich, Ansätze wie das “Customer Journey Mapping” auszuprobieren, um den Standpunkt oder die Perspektive und das darauf folgende Verhalten des Kunden besser verstehen zu können. In diesem Fall, warum der Kunde eine bestimmte Versandoption wählt und nicht die andere.
- Apropos, nur ein schneller Tipp: bei dir ist noch das Shopify Branding in der Fußzeile zu sehen: “Powered by Shopify”.
Ich wollte euer Checkout absichtlich mal testen vom Standpunkt des durchschnittlichen User. Meine erste Reaktion als User war “Ich verstehe nicht genau was ‘Paketshopzustellung’ ist also neige ich dazu es bei Standardversand zu lassen” und zwar aus dem folgenden Grund:
- beim führen des Bildes mit Rahmen durch den Kauf Funnel wurde mir auf der Produktseite und im Warenkorb wenig Information gegeben bzgl. welche Shipping Methoden mir zur Verfügung stehen und warum. Es gab bis zum vorletzten Schritt des Checkout keine Hinweise auf die Arten des Versand, auf die Lieferzeit usw. bzw. ich wurde nirgendswo informiert genau wie das Bild mit Rahmen fulfilled/erfüllt wird und welche Shipping Options mir zur Verfügung stehen.
Somit war ich etwas im Dunklen in dieser Hinsicht und habe nach der Englischen Redewendung gehandelt, die ein typisches Element des Verhalten des User beschreibt:
- “When in doubt, leave it out”.
Somit mein Fazit: mit etwas User Journey Mapping (nicht nur des Shipping-Schritt im Checkout sondern des gesamten Shops) kann man als Shopbetreiber lernen die Verhaltensweisen der Kunden besser zu verstehen und dieses wertvolle Wissen (sprich, was für Automatismen die Kunden haben oder wann sie im “Autopilot Modus” handeln, oder warum die Kunden einen bestimmten Button wählen und nicht einen anderen, usw.) mit in das Shop einbauen. User Behaviour Testing oder A-B Split Testing winkt hier mit dem Zaunpfahl! Was der Kunde sieht ist NICHT das gleiche was du als Shopbesitzer siehst (the “ego-centric perspective”).
Man muss also den Funnel so gestalten, dass vom ersten Schritt bis zum letzten man nicht mit der Philosophie geht “The users will figure it out themselves”. User-psychologisch gesehen sind hier die 2 Prinzipien oder Design Ansätze “One size fits all” und “Many sizes for one” wichtig. Warum wurde die elektrische Schiebetür erfunden? Um alle User (alle Altersgruppen, User mit Behinderungen, User mit viel Gepäck usw.) eine verbesserte Ingress Erfahrung zu bieten, nicht nur bestimmte User. Und warum bietet der typische “ice cream van” in der Nachbarschaft mehrere Eissorten und nicht nur die eine Sorte? Weil viele User anders sind in deren Bedürfnisse und Verhaltensweisen.
Somit, in meinem Fall, sah ich das folgende und meine erste Reaktion war es, es absichtlich einfach bei der ersten Auswahl zu lassen. Das war weniger aus dem Grund, wie hier im Leitfaden oft beschrieben wurde, ein simple “Faulheit” meinerseits, als vielmehr der Gedanke “Ich verstehe jetzt hier nicht genau warum ich diese Auswahl bekomme, also lasse ich das jetzt absichtlich einfach so wie es ist”.
Fazit: es ist nicht immer nur die Shopify Plattform die an allem Schuld ist, sondern man kann auch ab und zu den eigenen Ansatz näher betrachten: