Versandtarife anordnen / sortieren

Topic summary

Hauptproblem: Shopify wählt automatisch die günstigste Versandoption vor – bei kostenlosen Abholungen führt dies dazu, dass Kunden versehentlich Abholung statt Versand wählen, was zu Mehrarbeit und Kundenverwirrung führt.

Shopify-Antwort (2020-2021): Keine native Funktion zur manuellen Sortierung von Versandoptionen verfügbar. Feature-Request wurde eingereicht. Vorgeschlagene Workarounds umfassten:

  • Warnhinweise im Checkout-Text
  • Versandprofile und Apps nutzen
  • Abholzone geografisch einschränken
  • Preise minimal anpassen (z.B. 0,01€ statt kostenlos)

Lösungsansätze aus der Community:

  • FAIRPIXELT’s Lösung (2023): Bedingungen für Versandtarife setzen (z.B. Standardversand nur bis 49,99€ Warenwert), sodass nur jeweils eine Option angezeigt wird – verhindert Verwechslungen
  • PB79’s Empfehlung (2025): App “BSure Checkout Rules” ermöglicht manuelle Anordnung von Versand- und Zahlungsoptionen
  • Shopify Functions (2024): Gabe kündigte an, dass mit Shopify Functions eine Neuanordnung nach eigener Logik möglich ist

Status: Problem besteht seit 2012. Aktuelle Lösungen erfordern entweder kreative Konfiguration der Versandbedingungen oder Drittanbieter-Apps.

Summarized with AI on October 28. AI used: claude-sonnet-4-5-20250929.

In meinem Shop habe ich für Deutschland insgesamt drei Versandtarife eingerichtet:

  • Kostenlose Abholung

  • Standardversand 5,90 Euro

  • Kostenloser Versand ab 50 Euro

Wenn der Kunde sich im Checkout befindet, dann ist immer die kostenlose Abholung vorausgewählt. Und so kommt es immer wieder vor, dass der Kunde versehentlich die Bestellung zur kostenlosen Abholung auslöst, obwohl er die Bestellung versendet haben möchte.

Kann ich die Versandtarife so anordnen/einstellen/sortieren, sodass standardmäßig im Checkout der Tarif “Standardversand” vorausgewählt wird? Ich habe bisher keine Lösung dafür gefunden.

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Hallo anheis,

Kai hier von Shopify.

Standardmäßig wählt unser System automatisch die günstigste verfügbare Versandoption aus.

Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Möglichkeit, die Reihenfolge der Versandkosten zu ändern.

Ich werde jedoch ein Feature Request-Formular für Sie einreichen, ein internes Dokument, das an unser Entwicklungsteam gesendet wird, um die Richtung zukünftiger Versionen unserer Plattform zu bestimmen, damit die manuelle Anordnung der Versandoptionen in Zukunft hoffentlich machbar ist.

Falls Sie unser POS System verwenden, haben Sie bald die Option Abholung im Geschäft für Online-Bestellungen zu verwenden.

Bis diese Funktion für alle Kunden verfügbar ist haben Sie auch noch die Möglichkeiten:

A. Bestellungen lokal zu versenden und zuzustellen.
B. Apps für die “lokale Abholung” zu verwenden.

Die meisten Apps bieten kostenlose Testphasen an, sodass Sie die Möglichkeit haben deren Funktionalität zuvor unverbindlich zu testen.

Bevor Sie Code-Änderungen an Ihrem Shop vornehmen, also auch Apps installieren ist es immer ratsam vorher das eigene Theme zu duplizieren, damit Sie problemlos zu einer funktionierenden Version Ihres Shops zurückkehren können, falls etwas schiefgehen sollte.

Hier ist außerdem eine Anleitung auf Englisch, wie man einen Shop mit Online-Bestellung und kontaktloser Abholung erstellt.

MfG, Kai

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Ich habe dasselbe Problem, freue mich wenn es eine baldige Lösung gibt.

Am einfachsten wäre wenn man einen Tarif als “Standard” Tarif festlegen könnte der dann immer automatisch ausgewählt ist.

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Hi Kai

Wir haben das selbe Problem - sind froh, wenn Shopify hier die Lösung hat.

Liebe Grüsse,

Löffelhase Onlineshop

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Wir haben das selbe Problem!

Gibt es schon eine Info, ob und wann wir mit einer Anpassung rechnen können?

LG MIchael

Hey Alle!

Gabe hier aus Shopify! Vielen Dank für die gute Fragen und ich kann sehen wie das wichtig ist. Die Good News ist das, wie bereits in Unite angesagt wurde, wird bis zum Ende 2020/Anfang 2021 langsam und Stück für Stück ein neues Checkout eingeführt mit Enhanced Features.

Die Problembeschreibung

Wir haben derzeit keine Möglichkeit, die Versandoptionen der Kasse manuell zu sortieren - derzeit werden sie vom billigsten zum teuersten sortiert, wobei jede kostenlose Option standardmäßig die erste ist.

Oftmals ist die Standard/oberste Option am Ende das, was die Leute wählen (sie lesen die Namen der Versandmethoden möglicherweise nicht vollständig), auch wenn sie nicht zutreffend ist.

Dadurch wird dann Zeit verschwendet wenn man Kunden manuell kontaktieren muss und neue Bestellungen mit korrekt hinzugefügtem Versand generieren sowie eine Änderung der Zahlung zu beantragen.

Die Anwendungsfälle und Use-Cases

  • Händler mit einer kostenlosen In-store-Pickup-Option, die nicht als Standard für alle angezeigt wird.
  • Händler mit einer kostenlosen Versandoption, die nur bestimmten Kunden zur Verfügung steht (z.B. die Option “Sonderanfertigung”).
  • Händler breitet sie auseinander, welche Versandmethoden verwendet werden, damit eine Methode nicht überfüllt wird.
  • Händler ändert die Methode auf den mittleren Preisbereich oder den populärsten oder basierend auf frühere Bestellungen.
  • Händler möchte standardmäßig nur bestimmte Versandtarife anbieten (z.B. Priorität usw.)
  • Bestellen nach schnellsten Versandzeiten.
  • Händler, die den Käufern keine Option zur Auswahl anbieten möchten, sind gezwungen, eine Option manuell auszuwählen, um fortzufahren.

Die derzeitigen Workarounds?

  • Pflege einen Hinweis Text in das Checkout ein per dem Theme Spracheditor der von diesem Problem warnt, oder baue diesen Warn-Text in den betroffenen Versandtarif Titel ein.
  • Den Local Pickup Tarif deaktivieren und stattdessen einen gratis Versandtarif dafür erstellen und umbenennen.
  • Verwende eine unserer Shipping Apps.
  • Versuche die Abholzone (per PLZ usw.) im Laden so klein zu halten, dass die falschen Kunden die Abholung im Laden nicht auswählen können.
  • Individuelle Rabattcodes für bestimmte Kunden - dies wäre jedoch immer noch zeitaufwändig, da die Kunden, die sich qualifizieren und die kostenlose Versandoption nutzen, regelmäßig wechseln.
  • Bearbeite die Preise bestimmter Methoden so, um Kunden von deren Nutzung abzuhalten.

Dieses Problem wird auch teilweise durch die Versandprofile behandelt. Hinzukommt, dass die Online-Abholung im Geschäft oder nicht versendende Liefermethoden klar identifiziert werden und einen ganz anderen Checkout Flow haben.

VG,

Gabe

Hab exakt das gleiche Problem was immer wieder für Verwirrung und unnötige Arbeit sorgt…

Schade dass selbst nach 9 Monaten immer noch keine Lösung dafür da ist. Ein umbenennen der Versandtarife funktioniert bei mir leider nicht da ich “Service Point Delivery” in Verbindung mit Sendcloud nutzen muss…

Wann ist denn eine Lösung in Sicht?

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Hab ne Lösung gefunden… Für all die, die das gleiche Problem haben wie ich. Habe nun die Kosten der Versandart die ich unten stehen haben will auf 0,01€ gestellt und gespeichert. Anordnung passte dann logischerweise. Habs dann anschließend wieder auf kostenlos umgestellt und die Anordnung wurde beibehalten.

Hoffentlich hilft dass dem ein oder anderen :slightly_smiling_face:

EDIT: Hat doch nicht funktioniert… -.-

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Ach tut mir leid! Dein Dummy-Change hat doch nicht geklappt. Ja, dies ist leider eine Limitation aber hoffentlich ist etwas bei meinen Workarounds mit dabei.

VG,

Nee leider nicht… Hab die Versandart “Packstationzustellung” jetzt auf 0,01€ gestellt. Das ist die einzige Möglichkeit. Kunde fragen sich jetzt natürlich was das soll und ob der Shop überhaupt vertrauenswürdig ist… Immer noch besser als bei jeder 2. Bestellung den Kunden kontaktieren zu müssen und später trotzdem 17 Pakete suchen zu gehen…

Also gibt es auf die Frage wann man mit einer Lösung rechnen kann keine Antwort?

@Industryfy

Wenn du deine Shop URL hier angibst können gerne einen “Health-Check” durchführen um auch die Checkout Reibung zu testen.

VG,

@Gabe

Wir haben das selbe Problem und dürfen jeden Tag Kunden anschreiben die trotz mehrfacher Hinweistexte die falsche Versandart auswählen. Weil die ja umsonst ist, ganz oben steht und standartmässig ausgewählt ist!

Ich könnte bei der Versandart auch “ACHTUNG! Ware wird verbrannt!” als Hinweistext schreiben! Ganz egal. Alles versucht.

Das Problem wird schon seit 2012 in den Shopify Foren beanstandet. Wann wird hier endlich mal etwas unternommen!? Was ist so schwer daran das wir die Standardversandkosten definieren können, welche dann auch an Platz 1 angezeigt werden.

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aber was soll das bringen? Das löst doch nicht das Problem… und so wie es aussieht haben ja auch mehrere Shopbetreiber dieses Problem.

Gibt es jetzt eine Aussage dazu oder nicht?

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Hey @Industryfy @anheis @mitschuh @PB79

Danke für die Shop URL @Industryfy , und das habe ich jetzt mal von der Perspektive des Users angeschaut und folgendes ist mein Tipp dazu.

Es geht hier um mehr als das simple “Users wählen die falsche Versandart aus”, sprich, es geht hier darum, wie du als Shop Besitzer dein Shop gestaltet/designed hast von einem UX Standpunkt.

Es ist immer gut die “Principles of UX Design Thinking” anzuwenden im Design des eigenen Shops, sprich, Ansätze wie das “Customer Journey Mapping” auszuprobieren, um den Standpunkt oder die Perspektive und das darauf folgende Verhalten des Kunden besser verstehen zu können. In diesem Fall, warum der Kunde eine bestimmte Versandoption wählt und nicht die andere.

  • Apropos, nur ein schneller Tipp: bei dir ist noch das Shopify Branding in der Fußzeile zu sehen: “Powered by Shopify”.

Ich wollte euer Checkout absichtlich mal testen vom Standpunkt des durchschnittlichen User. Meine erste Reaktion als User war “Ich verstehe nicht genau was ‘Paketshopzustellung’ ist also neige ich dazu es bei Standardversand zu lassen” und zwar aus dem folgenden Grund:

  • beim führen des Bildes mit Rahmen durch den Kauf Funnel wurde mir auf der Produktseite und im Warenkorb wenig Information gegeben bzgl. welche Shipping Methoden mir zur Verfügung stehen und warum. Es gab bis zum vorletzten Schritt des Checkout keine Hinweise auf die Arten des Versand, auf die Lieferzeit usw. bzw. ich wurde nirgendswo informiert genau wie das Bild mit Rahmen fulfilled/erfüllt wird und welche Shipping Options mir zur Verfügung stehen.

Somit war ich etwas im Dunklen in dieser Hinsicht und habe nach der Englischen Redewendung gehandelt, die ein typisches Element des Verhalten des User beschreibt:

  • When in doubt, leave it out”.

Somit mein Fazit: mit etwas User Journey Mapping (nicht nur des Shipping-Schritt im Checkout sondern des gesamten Shops) kann man als Shopbetreiber lernen die Verhaltensweisen der Kunden besser zu verstehen und dieses wertvolle Wissen (sprich, was für Automatismen die Kunden haben oder wann sie im “Autopilot Modus” handeln, oder warum die Kunden einen bestimmten Button wählen und nicht einen anderen, usw.) mit in das Shop einbauen. User Behaviour Testing oder A-B Split Testing winkt hier mit dem Zaunpfahl! Was der Kunde sieht ist NICHT das gleiche was du als Shopbesitzer siehst (the “ego-centric perspective”).

Man muss also den Funnel so gestalten, dass vom ersten Schritt bis zum letzten man nicht mit der Philosophie geht “The users will figure it out themselves”. User-psychologisch gesehen sind hier die 2 Prinzipien oder Design Ansätze “One size fits all” und “Many sizes for one” wichtig. Warum wurde die elektrische Schiebetür erfunden? Um alle User (alle Altersgruppen, User mit Behinderungen, User mit viel Gepäck usw.) eine verbesserte Ingress Erfahrung zu bieten, nicht nur bestimmte User. Und warum bietet der typische “ice cream van” in der Nachbarschaft mehrere Eissorten und nicht nur die eine Sorte? Weil viele User anders sind in deren Bedürfnisse und Verhaltensweisen.

Somit, in meinem Fall, sah ich das folgende und meine erste Reaktion war es, es absichtlich einfach bei der ersten Auswahl zu lassen. Das war weniger aus dem Grund, wie hier im Leitfaden oft beschrieben wurde, ein simple “Faulheit” meinerseits, als vielmehr der Gedanke “Ich verstehe jetzt hier nicht genau warum ich diese Auswahl bekomme, also lasse ich das jetzt absichtlich einfach so wie es ist”.

Fazit: es ist nicht immer nur die Shopify Plattform die an allem Schuld ist, sondern man kann auch ab und zu den eigenen Ansatz näher betrachten:

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@Gabe gibt es hier schon eine Lösung?

“Gabe hier aus Shopify! Vielen Dank für die gute Fragen und ich kann sehen wie das wichtig ist. Die Good News ist das, wie bereits in Unite angesagt wurde, wird bis zum Ende 2020/Anfang 2021 langsam und Stück für Stück ein neues Checkout eingeführt mit Enhanced Features.”

Sind diese Enhanced Features eingeführt worden und ist da eine Sortierung für Versandmethoden irgendwie dabei?

Habe irgendwie nichts entdecken können.

LG

Tina

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@Tina17 @Industryfy @PB79

Shopify Functions ist angekommen und löst diese Probleme. Versandtarife sowie Zahlungsmethoden kann man jetzt neu anordnen nach einer bestimmten Logik.

Ich schreibe auch gerade einen Blogartikel zum neuen Shopify Functions Feature (kommt April raus) der dieses Problem für each lösen kann und der diesen neuen Feature hoffentlich etwas vereinfachen wird.

Also watch this space! :wink:

EDIT: hier ist er

Ich hab das Problem nun einfach gelöst indem ich:

Standardversand → Condition hinzufügen → MAX. Price: 49.99 in deinem Fall eingebe und schon wird im Bezahlprozess ENTWEDER Kostenfreie Lieferung ODER Versandkosten angezeigt! OMG ich feier mich gerade selbst :face_with_tongue:

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@FAIRPIXELT

Super Lösung! Hut ab! :wink:

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:face_with_tongue: Danke, aber eigentlich so irre simpel, komplett eine “dämliche” Lösung :grinning_face_with_smiling_eyes: was ich schon Code durchstöbert habe und Foren, etc… dann ist das die Lösung :face_with_tongue: Werde auch einen BLogartikel schreiben, denn viele haben so ein Problem. :slightly_smiling_face: Kommt dann auf meine Website fairpixelt.at

Alles Liebe euch,
Lisa

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Hallo Gabe,
auch bei mir häufiger das Problem: Kunde wählt versehentlich “Abholung” (https://www.mitteldeutsche-baumschulen.de/)

Den workaround von “fairpixelt” kriege ich nicht zum Laufen.
In dieser Reihenfolge tauchen die Optionen im Checkout auf:

Mein Ziel: “Versand bundesweit” ist voreingestellt / steht oben.
Gibt es dazu aktuell schon Möglichkeiten in shopify, die ich übersehen habe?

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