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Thomas Kellner wurde 1966 in Bonn geboren. Er studierte Kunst, Soziologie, Politik und Wirtschaft an der Universität Siegen. 1996 erhielt er den Kodak Nachwuchs-Förderpreis, der ihn zu einem Leben als Künstler ermutigte. Seit dieser Zeit lebt Kellner als Künstler und Kurator fotografischer Ausstellungsprojekte in Siegen. 2003 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen. Thomas Kellner hat seine Arbeiten seit 1993 in Einzelausstellungen in Deutschland, Australien, Brasilien, China, Dänemark, Frankreich, Island, Niederlande, Polen, Russland, Spanien, USA, und dem Vereinigten Königreich von England gezeigt und war an zahlreichen Gruppenausstellungen und Publikationen beteiligt. Seine Arbeiten sind in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten.

Thomas Kellner ist bekannt für seine fotografischen Werke, die das Prinzip der Zerlegung in den Mittelpunkt stellen. Dies zeigt sich sowohl in seinen Porträtserien, die die Vielfalt und Komplexität gesellschaftlicher Strukturen reflektieren, als auch in seinen Darstellungen weltweiter architektonischer Sehenswürdigkeiten, deren fragmentierte Darstellung einen neuen Blick auf diese eröffnet. Sein kreativer Prozess beinhaltet Dekonstruktion und Rekonstruktion, indem er ein umfassendes Gesamtbild in einzelne fotografische Aufnahmen zerlegt und diese anschließend zu einem Kunstwerk zusammensetzt. Diese Arbeiten, die im kunstwissenschaftlichen Diskurs häufig eine Einordnung im Kubismus finden, wurden von Prof. Dr. Irina Chmyreva als einzigartige „visuelle analytische Synthese“ bezeichnet. Thomas Kellners Werke imitieren das Wandern des Auges, das uns Segmente des Ganzen zeigt, die zusammengeführt werden zu einem Bild. Seine Werke rekonstruieren demnach unseren Blick auf die Gesellschaft oder den Gegenstand.