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Das Shop "rechtssicher" machen, sowie deinen "Carbon Footprint" und die Abmahnungen reduzieren

Gabe
Shopify Staff
Shopify Staff
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Das folgende ist KEINE Rechtsberatung sondern nur eine generelle Empfehlung. Dafür bitten wir euch an einen eingetragenen E-Commerce Rechtsberater zu wenden (siehe Empfehlungen dazu weiter unten).

 

Verehrte Shopileute!

 

Ein sehr wichtiges Thema wird oft überschaut, oder gar vermieden beim Online Handel oder Dropshipping Geschäftsmodell und mit diesem Leitfaden möchte ich unsere Tipps dazu geben, wie man das eigene Shop DSGVO-konform machen kann um mögliche Audits durch unsere Banking Partner oder das Risk Team zu vermeiden, sowie die Abmahnungsgefahr zu eliminieren. Wie gesagt, um eine qualifizierte Rechtsberatung zu erhalten, empfehlen wir die folgenden Online-Shop Rechtsexperten um eine deren "Tiefenprüfungen" durchzuführen:

Siehe zwei sehr hilfreiche Artikel der IT Rechtskanzlei und des Händlerbundes zu wie man den Shop rechtskonform einrichten kann hier:

  1. IT Rechtskanzlei: Shopify-Shops rechtssicher machen: Anleitung
  2. Händlerbund: Einstellhinweise für die Nutzung der Shop-Software Shopify

Ein Win-Win und No-Brainer denn damit kann man auch das Vertrauen der Besucher zum Shop sowie die Conversions stark erhöhen. Siehe auch dazu mein Tipp zum Thema "Carbon Footprint" sowie "Feel-Good Factor" deines Shops weiter unten.


Shopify Payments und das Risiko-Element im eigenen Shop

Shopify Payments kann von unseren Banking Partner aus dem Shop entfernt werden aufgrund zu hohen Risiko im Shop und um das zu vermeiden empfehle ich einen ausführlichen Punkte Plan zu erstellen, wie man das Risiko im Shop auf fast Null reduzieren wird. 

 

Shops können Überprüfungen unterzogen werden bedingt durch ein hohes Risiko im Shop. Es gibt ja das globale Money Laundering und Geldwäschegesetz sowie die Shopify Nutzungsbedingungen und da wäre es vielleicht an der Zeit zu überlegen das Shop so richtig risk-free sowie DSGVO-Konform zu machen, v. a. beim Dropshipping, wo es auch oft zu Abmahnungen gegen den Shopbetreiber kommen kann (siehe Liste weiter unten).

 

Produkte die nicht mit Shopify Payments erlaubt werden sind die folgenden:

  • Regulierte oder illegale Produkte oder Dienstleistungen.
  • Brands die ohne beglaubigte "Reseller Lizenz" verkauft werden, wie z. B. Apple AirPods ohne Erlaubnis von Apple selber.
  • High-Risk Produkte.
  • Pseudo-Arzneimittel die nicht explicit von der FDA genehmigt wurden.
  • Usw.

Unsere Banking Partner stufen ein hohes Risiko eines Shops u. a. in den folgenden Shop Kategorien ein (in der folgenden Rangfolge):

  • Shops mit vielen unerfüllten Bestellungen.
  • Shops die viele Betrüger oder betrügerische Bestellungen anziehen.
  • Shops die hohe Raten von Retouren und Rückbuchungen erleiden.
  • Shops die Produkte verkaufen die gegen unsere Nutzungsbedingungen verstoßen.
  • Shops die unerlaubt Brands verkaufen, wie z. B. Apple Airpods (ohne eine "Reseller's License").
  • Shops die das Dropshipping Modell betreiben.

Siehe unsere Help Docs und Shop Security Apps zu diesem Thema hier:

Beim Dropshipping Geschäftsmodell können Probleme auftreten, wie Abmahnungen durch den IDO-Verband, hohen Retouren- oder Rückbuchungsquoten, oder im schlimmsten Fall das Shopify Payments ganz entfernt werden könnte (und man teure alternative Zahlungsmethoden verwenden muss). Deshalb denke ich, wären die folgenden Tipps der beste Weg, um das zu vermeiden und gleichzeitig das Vertrauen der Kunden zu erhöhen.

 

Einen umfassenden Punkte-Plan zusammenstellen, wie man das Shop rechtssicher machen kann und Abmahnungen reduzieren:

 

Du könntest z. B, einen umfassenden Punkte-Plan zusammenstellen, wie du das Risiko deines Shops und des Dropshipping, der Erstattungen und der Rückbuchungen reduzieren wirst.

 

Man kann beim Produkttitel jedes Produkts die Lieferzeiten groß anzeigen, um so dem Besucher deines Shops eine verbesserte Kauferfahrung anbieten zu können. Mehr zu diesem Thema unten.

 

Weitere wichtige Dinge zu überlegen um ein DSGVO-konformes Shop zu betreiben das auch den Shopify Nutzungsbedingungen entspricht und die Verkäufe dadurch erhöhen kann (z. B. mit DSGVO/LUCID Trust badges usw.):

  • Ist dein Shop im Handelsregister eingetragen als Kapitalgesellschaft und wenn ja, bei welchen Registergericht?

  • Hast du eine EORI Nummer für das Dropshipping, und wenn ja, dann diese bitte im Shop ersichtlich machen. Jeder, der international kauft oder verkauft, ist verpflichtet, eine EORI-Zollnummer zu haben.

  • Bist du beim Lucid Verpackungs-Register registriert - ja / nein (falls nein dann siehe deren FAQs hier). Hier ist wichtig anzugeben bei welchen Systempartner du angemeldet bist (wie z. B. Reclay), und wo du deine Mengenmeldung abgegeben hast.

  • Hast du sein Shop eine Tiefenprüfung entweder der IT Rechtskanzlei/Trusted Shops/Händlerbund durchziehen lassen? Dies rate ich unbedingt umgehend machen zu lassen. Mehr dazu hier bei Trustedshops.

  • Hast du eine Cookie App (wie die von Beeclever) die dem neuen Cookie Gesetz des EuGH vom 1. Okt, 2019, konform ist?

  • Haben deine Produkte alle eine ausreichende CE Zertifizierung? Wenn der Kunde sich verletzt, haftet der Verkäufer bei einer fehlenden CE Zertifizierung.

  • Sind deine Produkte ausreichend für Chemikalien und Materialien gekennzeichnet, wie BPA, und den Kennzeichnungsanforderungen der EU Regelung konform? Der Hersteller muss daher angeben, ob alle Kunststoffprodukte, wie z. B. Fitnessgeräten, Fahrradgriffe usw. mehr als 0,1g bestimmter Weichmacher enthalten (nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs).

  • Polycarbonat- und Epoxidharze werden aus Bisphenolen wie Bisphenol A hergestellt, und da viele Weichmacher nicht fest am Kunststoff gebunden sind, können sie wieder freigesetzt und von der menschlichen Haut absorbiert werden, was auch zu Abmahnungen/Anzeigen gegen den Shopbetreiber führen kann.

Hier ein Beispiel eines solchen Punkteplans den man an unser Risk Team senden kann:

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Um den Risikofaktor in meinem Shop so niedrig wie möglich zu halten werde ich folgende Dinge unternehmen:

  1. Ich werde eine Mitgliedschaft im Händlerbund erwerben, um eine 100%-ige Zahlungssicherheit durch den Käuferschutz zu erhalten und mein Onlineshop Rechtskonform zu halten. Abmahnschutz ist auch gewährleistet.
  2. Ich werde keine unerlaubten Produkte anbieten.
  3. Ich werde alle verdächtigen Bestellungen persönlich überprüfen und mich mit dem Kunden in Kontakt setzen.
  4. Ich werde stets an den Retouren arbeiten um diese bestmöglichst zu vermeiden, da die Kundenzufriedenheit oberste Priorität hat.
  5. Ich werde eine Tiefenprüfung durchführen durch den Händlerbund.
  6. Ich werde stets mein bestes geben und mich bemühen den Risikofaktor so niedrig wie möglich zu halten, um meine Mitmenschen und mich zu schützen vor Betrug im Internet und um uns eine risikofreie und angenehme Customer Journey zu ermöglichen.
  7. Usw usw...

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Mit der Umwelt die Absprungraten reduzieren

Wir sehen auch, dass viele Besucher einen "Feel-Good Faktor" suchen beim online Einkauf. Zeigt man auf dem Shop, dass man sich für die Umwelt engagiert, z. B. mit einer Umwelt Plakette, wie die von OneTreePlanted oder Aspire Sustainability dann könnte man die Bounce Rates reduzieren.

Siehe auch unser Pachama Projekt dazu und unsere Reihe an "Carbon Offset" Apps:

 

AGB Ankreuzfeld

An erster Stelle kann man ein Ankreuzfeld zum Warenkorb hinzufügen den man ankreuzen muss, um zum Checkout zu gelangen (Siehe weitere Tipps dazu hier in unserer Anleitung). Diese Option gibt es aber nicht für das Checkout, und wird auch NICHT vom Händlerbund als unbedingt rechtlich erforderlich eingestuft. Es steht z. B. in keinem Gesetz, dass Kunden den AGBs „aktiv“ zustimmen müssen durch das Setzen eines Häkchens (was sowieso nirgendwo gespeichert wird, denn man müsste hierfür eine Datenbank anbinden). Viel wichtiger ist, dass die AGB und Widerrufsbelehrung ausreichend im Shop und im Checkout Überprüfungsschritt verlinkt werden.

 

Auszug:

  • „Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist eine ausdrückliche Bestätigung der Geltung der AGB durch den Kunden, etwa durch das Setzen eines Häkchens in einer Checkbox im Zusammenhang mit gängigen Formulierungen wie „Hiermit bestätige ich, die AGB zur Kenntnis genommen zu haben und erkläre mich mit deren Geltung einverstanden“ oder vergleichbaren Formulierungen im elektronischen Bestellprozess nicht Voraussetzung für deren wirksame Einbeziehung in den Vertrag. Werden die AGB unter Berücksichtigung der oben dargestellten Grundsätze im Online-Shop vorgehalten, werden diese auch dann Bestandteil des Vertrages, wenn der Kunde deren Kenntnisnahme nicht ausdrücklich bestätigt. Der Kunde muss die AGB noch nicht einmal zur Kenntnis nehmen, damit diese Vertragsbestandteil werden. Denn das Gesetz verlangt nur die Möglichkeit der Kenntnisnahme in zumutbarer Weise.“

Bzgl. PayPal Express, meinem Kenntnisstand nach wurde der PayPal Express Checkout Button vom Händlerbund jetzt auch als rechtskonform eingestuft. Man kann aber auch eine Tiefenprüfung entweder mit Trusted Shops oder mit dem Händlerbund durchführen. Die werden dann eine Checkliste zusammenstellen die man durchführen kann um 100% rechtskonform zu sein. Viele dieser Anpassungen können auch in den Theme Spracheinstellungen umgesetzt werden.

 

Beispiel: Um Rückbuchungen zu eliminieren stelle sicher, dass du:

  • Bei allen deinen Produktangeboten die erwarteten Lieferzeiten angibst.

Lieferzeiten anzeigen: Lösung 1 - Produktbeschreibung

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, einen Lieferzeit-Richtwert anzugeben entweder in der Produktbeschreibung jedes einzelnen Produktes, im Titel, im Versand Tarif (siehe unten abgebildet), oder im Vendor Field -> "Lieferant - Lieferzeit: 4-6 Tage". Dies ist laut Händlerbund ausreichend, ohne die genaue Tage Anzahl angeben zu müssen, denn diese kann man ja nie genau wissen. Nicht vergessen, dass Shopify mit dem Händlerbund zertifiziert ist und auf vieles dieser Angaben muss in den Rechtstexten des Shops hingewiesen werden. Alle 5 Kästchen im Bereich "Rechtliches" in den Einstellungen sollen dabei ausgefüllt werden. Hier auch eine App die ggf. helfen kann diesbzgl.

 

Lösung 2 - Lieferzeit in der Versandoption im Checkout angeben - siehe ein Beispiel:

 

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Lösung 3 - Die individuelle Lieferzeiten über Metafelder auf der Produktseite anzeigen

 
Lösung 4 - Das Lieferanten Feld im Produkt

Es gibt auch ein Feld in jedem Produkt das man auch verwenden kann dafür, wenn man das Lieferanten Feld nicht braucht. Einfach die Lieferzeit in jedem Produkt in dieses Feld einpflegen und im Theme Editor auf der Produkt- UND Kategorieseite das Ankreuzfeld aktivieren.

 

Lösung 5 - Product Templates

Man kann auch unterschiedliche Produkte Templates anlegen für die verschiedenen Lieferzeiten und diese dann für die verschiedenen Produkte und Varianten anpassen.

 

Lösung 6 - Die Shipping Apps oder auch andere können das, brauchen aber dafür unseren CCS API

Ansonsten können bezahlbare Shipping Apps wie unsere "Bespoke Shipping" App, Shippo, oder Better Shipping, die die genauen Lieferzeit Angaben auch anzeigen. Diese brauchen jedoch unseren CCS API aktiviert und diesen bekommt man umsonst mit dem jährlichen Shopify Abo. Das dürfte auch mit der DHL App möglich sein, die individuelle Lieferzeiten anzuzeigen.

 

Den CCS Api kann man gratis aktivieren (was normalerweise $240 kostet) wenn man auf das jährliche Shopify Abo umsteigt. Vergesse nicht, dass man dabei im Abo auch 10% spart. Das wäre ein Gesamtersparnis von $336/Jahr im Basic Plan. 

 

Von deutlichen Lieferzeiten für jedes Produkt anzeigen, bis hin zur Umwelt und der Erklärung, dass deine Produkte keinen Bisphenol A enthalten - wenn man alle oder fast alle der oben-gelisteten Punkte implementiert und dies auch groß auf der Homepage anzeigt, kann man quasi einen größeren Erfolg garantieren.🙂

Gabe

 

(Beitragender: @Michael_Singer)

Gabe | Social Care @ Shopify
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